Arbeitstreffen in Serbien Bersenbrück und Ruma: Zwei Partner für mehr Nachhaltigkeit

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Arbeitstreffen in Ruma: die Delegation der Samtgemeinde Bersenbrück mit Partnern aus Ruma. Foto: Samtgemeinde BersenbrückArbeitstreffen in Ruma: die Delegation der Samtgemeinde Bersenbrück mit Partnern aus Ruma. Foto: Samtgemeinde Bersenbrück

Bersenbrück. Eine kleine Delegation aus der Verwaltung der Samtgemeinde Bersenbrück hat die Partnerstadt Ruma in Serbien für ein Arbeitstreffen besucht, um die geplanten gemeinsamen Projekte im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu besprechen. Mitreisende waren Samtgemeindebürgermeister Horst Baier, der Wirtschaftsförderer Ewald Beelmann, Jan Wojtun von der Hase-Energie und Zeljko Dragic vom Verein Brücken bauen aus Alfhausen.

Mitreisende waren neben Samtgemeindebürgermeister Horst Baier, der Wirtschaftsförderer Ewald Beelmann, Jan Wojtun von der Hase-Energie und Zeljko Dragic vom Verein „Brücken bauen“ aus Alfhausen. Die Samtgemeinde Bersenbrück hatte Fördermittel vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bewilligt bekommen. Bei dem Besuch ging es in erster Linie um die Prüfung der Möglichkeiten zur Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach einer Grundschule in Ruma. Dies wäre eine der ersten Installationen auf einer Grundschule in Serbien.

Serbische Firma soll Konzept erarbeiten

Als Experten für Photovoltaikanlagen hat Jan Wojtun von der Hase-Energie GmbH an der Reise teilgenommen. Die Hase-Energie installiert erfolgreich derartige Anlagen in der Region und betreibt auch eine Anlage auf der Grundschule in Bersenbrück. Nach der Kontaktaufnahme mit der serbischen Energieversorgungsgesellschaft war schnell klar, dass eine Stromeinspeisung ins Netz weder rechtlich noch technisch möglich ist. Wojtun hat daher die Eigenstromverwendung geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass im Gebäude hierfür eine komplett eigene Elektroinstallation aufgebaut werden muss. Die Schule benötigt derzeit Strom nur für den Betrieb der Beleuchtung und hat daher nur einen geringen Eigenstrombedarf. Die Gemeinde Ruma – seit 2017 offizielle Partnergemeinde von Bersenbrück – kann sich aber den Bau einer zusätzlichen Beleuchtung des angrenzendes Sportplatzes und die Installation einer Klimaanlage vorstellen. Jetzt soll eine serbische Firma ein Konzept für die Installation vorbereiten.

Zwei Schulgärten für Ruma und Bersenbrück

Als weiteres Projekt ist die Anlage eines Schulgartens in Ruma mit Pflanzen aus der Bersenbrücker Region und eines Gartens in der Samtgemeinde mit Pflanzen aus Ruma geplant. Sladan Mancic, der Bürgermeister von Ruma, hat auch die Anlage eines kleinen Parks mit Bäumen in beiden ommunen angeregt. Bei jedem Besuch könnte dann ein Baum als Symbol der Freundschaft gepflanzt werden. Samtgemeindebürgermeister Baier hat zugesagt, einen möglichen Standort zu suchen.

Wie bei Besuchen in Ruma üblich, kam auch die menschliche Begegnung nicht zu kurz. Die Delegation hatte die Gelegenheit, an einem Gottesdienst am orthodoxen Karfreitag teilzunehmen. Ostern wird in Serbien später gefeiert als in Deutschland. „Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben zweimal Ostern feiern können“, freute sich Horst Baier. Die Bräuche in Serbien zu Ostern sind noch sehr traditionell. Bei einem Frühstück in einem Dorf konnte die Delegation erleben, wie die Kinder im Osterkostüm von Haus zu Haus gingen, um sich Süßigkeiten abzuholen. Auf dem Marktplatz von Ruma hat Horst Baier auf Einladung von Mancic überdies Ostereier verteilt.

Dynamische Entwicklung in Ruma

Baier hat auch bei diesem Besuch die dynamische Entwicklung in Ruma feststellen können. Das Industriegebiet hat sich um weitere Investoren erweitert. „Leider sind die deutschen Unternehmen hier noch Mangelware und verpassen viele Chancen in dem neuen Markt“, stellte Horst Baier fest. Interessant waren auch die Planungen von Ruma, ein neues Rathaus mit etwa. 4500 Quadratmeter Nutzfläche mit dem Ziel zu bauen, die vielen Standorte zu konzentrieren. Die Baukosten pro Quadratmeter liegen nach Aussage der Serbien bei 300 Euro. Geplant ist auch die komplette Erneuerung der Hauptstraße im Ort, sodass beim nächsten Besuch wieder ein neuer Eindruck entsteht.

Im Sommer will der Verein „Brücken bauen“ wieder eine Reise von Jugendlichen anbieten. Es sind noch Plätze frei. Anmeldungen nimmt der Verein entgegen, Mail: bruecken.bauen@web.de.


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