Planer soll Alternativen prüfen CDU will bessere Verkehrsanbindung an die BBS Bersenbrück

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Die BBS Bersenbrück liegt am östlichen Stadtrat direkt an der Hase. Foto: BBS BersenbrückDie BBS Bersenbrück liegt am östlichen Stadtrat direkt an der Hase. Foto: BBS Bersenbrück

Bersenbrück. Rund 2100 Schüler besuchen die Berufsbildenden Schulen (BBS) Bersenbrück. Viele von ihnen fahren auf dem Weg dorthin mit dem Auto durch den Stadtteil Priggenhagen. Die CDU-Fraktion im Bersenbrücker Stadtrat will nun für Entlastung sorgen.

Der Wunsch ist nicht neu, doch nun wagt die CDU-Fraktion im Bersenbrücker Stadtrat einen neuen Vorstoß. Das Ziel: eine Entlastung der innerstädtischen Straßen – insbesondere der Bramscher Straße und der Overbergstraße – durch eine bessere Verkehrsanbindung der Berufsbildenden Schulen aus Richtung Süden. Die BBS liegen zwar recht idyllisch an der Hase, doch verkehrstechnisch ist der Standort am östlichen Stadtrand nicht ideal. Zumal auch Schüler und Lehrkräfte des benachbarten Gymnasiums mit dem Pkw zur Schule kommen. Wer die Schulen aus südlicher Richtung erreichen will, fährt meist über die Bramscher Straße und biegt dann nach rechts in die Overbergstraße – oder zum Gymnasium in die Straße Im Dom – ab.

Die CDU-Fraktion hat in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt einen Antrag vorgestellt, die Anbindung der Berufsschule nach Süden über die Erschließungsstraße des Baugebietes Woltruper Wiesen und Heeker Weg zu prüfen. So könne der Verkehr von Süden schon frühzeitig abgefangen werden, erläuterte der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerd Uphoff. Vom Heeker Weg bis zu den BBS muss dafür allerdings eine etwa 330 Meter lange Straße entlang des Gohmarschgrabens gebaut werden.

Zufahrt zu den Berufsbildenden Schulen Bersenbrück. Grafik: Heiner Wittwer

Beim Blick auf den Stadtplan und dem Vergleich der beiden Verkehrsrouten machte sich bei den Ausschussmitgliedern fraktionsübergreifend Skepsis breit. Denn die Alternativroute durch die Woltruper Wiesen und über den Heeker Weg ist länger als die Verbindung über Bramscher Straße und Overbergstraße. Autofahrer würden zwar nicht immer den kürzesten, aber meist den schnellsten Weg wählen, so die einhellige Meinung. Manfred Krusche (SPD) hielt zudem eine separate Maßnahme parallel zu den Planungen für die Südspange für nicht sinnvoll. „Das sollte unter einem Dach laufen“, betonte er. Jürgen Rauf (CDU) schlug letztlich vor, sich auf der Suche nach einer idealen Verkehrsanbindung der Berufsbildenden Schulen nicht auf die vorgeschlagene Route über den Heeker Weg zu beschränken, sondern vielmehr einen Planer zu beauftragen, Varianten für eine Optimierung der Verkehrsanbindung der BBS zu suchen. Diese Idee fand letztlich bei allen Ausschussmitgliedern Zustimmung.

Schon im Jahr 2012 gab es im Zuge der Überlegungen über eine Südspange zwischen Bramscher Straße und Neuenkirchener Straße die Idee, den Berufsschulverkehr über eine Stichstraße zur BBS abzuleiten und so den innerstädtischen Verkehr zu entlasten. Hatte ursprünglich Rolf Gelinksy (CDU) die Idee eine Südumgehung gehabt, brachte Manfred Krusche das Projekt Anfang 2016 wieder auf die Tagesordnung. Daraufhin hatte die Ingenieurplanung Wallenhorst (IPW) erste Untersuchungen zur Notwendigkeit einer Südumgehung und einer Anbindung an die BBS von Süden her vorgenommen. Dabei hatten die Experten Schätzungen darüber angestellt, wie sich das Verkehrsaufkommen auf der Bramscher Straße durch den Bau der Südumgehung verändern würde. Das Büro kam zu dem Schluss, dass eine Anbindung an die BBS durchaus sinnvoll sei, weil geschätzt 2300 Fahrzeuge täglich die Straße Woltruper Wiesen und etwa 500 Fahrzeuge die Verlängerung bis zur BBS nutzen würden. Bei der großen Lösung mit einer Verbindung über die Hase bis zur Neuenkirchener Straße würden 3450 Fahrzeuge täglich über die Straße Woltruper Wiesen rollen und rund 600 Autos zur BBS fahren. Nur 1500 Fahrzeuge würden die Verbindungsstraße nach Hastrup bis zur Neuenkirchener Straße nutzen. Daher sei eine Verlängerung bis zur Neuenkirchener Straße als unwirtschaftlich anzusehen, so das Fazit des Experten.

Durch den zusätzlichen Verkehr durch die Neubaugebiete im Süden der Stadt wird sich das Verkehrsaufkommen auf der Bramscher Straße trotz Südspange nicht verringern. Den ersten Prognosen zufolge wird sich das Aufkommen von 9000 auf täglich etwa 10300 Fahrzeuge erhöhen.

Wie Phil Wesselkämper von der Stadtverwaltung mitteilte, sollen Verkehrszählungen im Juni weitere Erkenntnisse für die Planungen der Südspange bringen.


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