Finanzvertrag zum Anschlussstellen-Bau Bürgermeister loben Zusammenarbeit bei A1-Abfahrt Riester Damm

Von Marcus Alwes

Die Finanzvereinbarung zum Bau der Autobahnanschlussstelle Riester Damm ist unterzeichnet worden. Foto: Marcus AlwesDie Finanzvereinbarung zum Bau der Autobahnanschlussstelle Riester Damm ist unterzeichnet worden. Foto: Marcus Alwes

Rieste. Fünf Seiten, eine Präambel und sechs Paragrafen: Ein Bürgermeister-Quartett hat erfreut auf die Unterzeichnung der Finanzvereinbarung zum Bau der Autobahnanschlussstelle Riester Damm reagiert. Das Papier wurde jetzt im Niedersachsenpark in den Räumen der Kaffee-Rösterei Joliente unterschrieben.

Mit diesen Zahlen können Horst Baier, Sebastian Hüdepohl, Ansgar Brockmann und Gerd Muhle spürbar gut leben: 550000 Euro zahlt die Samtgemeinde Bersenbrück, ebenfalls 550000 Euro die Gemeinde Rieste, aus Neuenkirchen-Vörden fließen 275000 Euro und 412500 Euro, aus Damme 275000 Euro.

Die Bürgermeister bekommen dafür am Ende eine zusätzliche Autobahn-Ausfahrt am Riester Damm sowie eine nagelneue Kreisstraße, die von der künftigen A-1-Anschlussstelle im Süden des Niedersachsenparks direkt auf die Landesstraße 78 führt. Von ihr erhoffen sich viele Ortspolitiker und Landrat Herbert Winkel (Vechta) insbesondere eine spürbare und dauerhafte Entlastung der engen Ortsdurchfahrt in Vörden.

„Die gute Zusammenarbeit der Kommunen hat hier Tradition“, lobt Bürgermeister Brockmann die finanzielle Einigung mit den Nachbarn. Aber auch für die Gelder des Landkreises Vechta (412500 Euro) zur Realisierung der Kreisstraße sowie für die Mittel des Landkreises Osnabrück (825000 Euro), des Landes Niedersachsen (2,4 Mio. Euro aus dem GVFG-Topf) und des Bundes (6,7 Mio. Euro) für die weitere Autobahn-Abfahrt ist der Verwaltungsleiter aus Neuenkirchen-Vörden dankbar.

Dass dazu nun auch die behördlichen Planungen durch den Gesehen-Vermerk des Bundesministeriums für Verkehr (siehe auch Bericht auf Seite 15 dieser Ausgabe) weiter vorangetrieben werden können, stellt aber nicht nur Brockmann zufrieden. Bersenbrücks Samtgemeinde-Bürgermeister Horst Baier spricht bei der künftigen Anschlussstelle von einem „wichtigen Infrastrukturprojekt für den Niedersachsenpark“.

Dank des Landrates an den Aufsichtsratsvorsitzenden Schirmbeck

Baier wendete sich aber auch Landrat Michael Lübbersmann zu, dem er für die Unterstützung durch den Landkreis Osnabrück („Auch für den finanziellen Anteil“) dankte. Worte, die auch der Riester Bürgermeister Sebastian Hüdepohl aufgriff. Das alles sei „eine sehr positive Woche für den Niedersachsenpark“, stellte er fest und meinte damit nicht nur den ersehnten Gesehen-Vermerk und die geleisteten Vertragsunterschriften zur Projektfinanzierung. Hüdepohl blickte auch auf den heutigen Freitag voraus, w enn die Grundsteinlegung – eher schon ein Richtfest (!) – für das Imperial-Gefahrstofflager unweit vom Riester Damm offiziell gefeiert wird.

Unter dem Hauptvertrag zur Finanzierung sind die Unterschriften der kommunalen Vertreter aus Neuenkirchen-Vörden, Rieste, Bersenbrück, Damme und Osnabrück zu finden. Fotos: Marcus Alwes

Gut möglich, dass dann auch der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende der Niedersachsenpark GmbH, Georg Schirmbeck (Hasbergen), in Rieste anwesend sein wird. Gestern in der Kaffee- Rösterei Joliente fehlte er. Dennoch fiel der Name des früheren CDU-Landtags- und Bundestagsabgeordneten mehrfach. Landrat Lübbersmann und Samtgemeinde-Bürgermeister Baier dankten Schirmbeck in ihren Stellungnahmen ganz ausdrücklich für dessen Einsatz in der Sache. Er habe durch vielfältige Kontakte und emsiges Wirken die Pläne für die zusätzliche Anschlussstelle am Riester Damm auf überregionaler Ebene durchaus entscheidend vorangebracht, so Lübbersmann und Baier anerkennend. Und nicht nur aus dem Osnabrücker Land dürfte Schirmbeck in diesen Tagen ein Dankeschön erreichen. Auch der Landrat des Kreises Vechta, Herbert Winkel, bilanzierte: „Wir brauchen diese Anschlussstelle.“