Erleichterung im Niedersachsenpark Bund einverstanden mit Planung für A1-Abfahrt Rieste

Von Marcus Alwes


Rieste/Neuenkirchen-Vörden. Der lang ersehnte Gesehen-Vermerk des Bundesverkehrsministeriums zur Fortführung der Planungen für eine neue Anschlussstelle an der Autobahn1 in Höhe Riester Damm ist offenbar auf dem Weg in die Region Osnabrück. Der Leiter der örtlichen Landesbehörde für den Straßenbau, Cord Lüesse, überbrachte die gute Nachricht jetzt anlässlich einer Vertragsunterzeichnung im Niedersachsenpark.

Bei den anwesenden Landräten – Michael Lübbersmann für den Kreis Osnabrück, Herbert Winkel für den Kreis Vechta –, bei den Bürgermeistern aus Rieste, Neuenkirchen-Vörden, Damme und der Samtgemeinde Bersenbrück sowie bei Niedersachsenpark-Geschäftsführer Uwe Schumacher löste er damit große Freude aus und sorgte für Erleichterung. Schließlich hatte das Warten auf den sogenannten Gesehen-Vermerk, der das grundsätzliche Einverständnis des Bundes mit den bisherigen Planungen und Finanzierungsvorschlägen schriftlich dokumentiert, einige Monate gedauert und zuletzt bei manchem Verantwortungsträger im und am Niedersachsenpark durchaus für etwas Nervosität gesorgt.

Planfestellungsbeschluss wahrscheinlich im Jahre 2020

„Ich habe den Vermerk für die Anschlussstelle Riester Damm noch nicht persönlich gesehen, aber wir wissen, dass er auf dem Weg zu uns in Osnabrück ist “, sagte Lüesse. Dabei werde natürlich der offizielle Dienstweg eingehalten. Aus dem Bundesverkehrsministerium in Berlin/Bonn wandere der Vermerk zunächst an das zuständige Landesministerium in Hannover („Hier liegt er wohl augenblicklich“) und von dort zur regionalen Straßenbaubehörde an der Hase. Anschließend könnten dann weitere Genehmigungsschritte und das ebenfalls notwendige Planfeststellungsverfahren auf den Weg gebracht werden, so Lüesse. Noch später – geschätzt Mitte 2020 nach dem offiziellen Planfestellungsbeschluss – die Ausschreibung der einzelnen Baumaßnahmen.

Die insgesamt 12,4 Millionen Euro teure Anschlussstelle Riester Damm soll parallel zum sechsspurigen Ausbau der A1 in diesem Sektor am „Südtor“ des interkommunalen Industrie- und Gewerbegebietes Niedersachsenpark geschaffen werden – zwischen den beiden bestehenden Abfahrten Neuenkirchen-Vörden und Bramsche. Als Termin für eine Fertigstellung des Großvorhabens wird etwa das Jahr 2023 genannt. Die von den beiden Landkreisen Osnabrück und Vechta sowie den anliegenden Kommunen zugesagte Mitfinanzierung des Projektes (unsere Redaktion berichtete) ist dabei inzwischen in trockenen Tüchern. Nach den entsprechenden Voten der örtlichen Ratsgremien wurden nun im Beisein von Lüesse auf der Ortsgrenze von Rieste nach Neuenkirchen-Vörden die entsprechenden Verträge dazu unterzeichnet.

Landrat Lübbersmann lobt die regionale Zusammenarbeit

Stempel und Unterschriften sind unter einem der Vertragswerke zur Finanzierung des Autobahnprojektes gesetzt.

Der Osnabrücker Landrat Michael Lübbersmann sprach von einer „guten Zusammenarbeit mit dem Bund“, der einen Kostenanteil von 6,7 Mio. Euro am Vorhaben übernehme. Ebenso habe es ein effektives Miteinander mit dem Land Niedersachsen (2,4 Mio. Euro aus GVFG-Fördergeldern) und unter den sechs beteiligten Kommunen gegeben. Gemeinsam, so Lübbersmann, sei man zügig zu einem schlüssigen Konzept für eine Anschlussstelle am Riester Damm gekommen. „Eine Grundbedingung war aber auch die positive Entwicklung des Niedersachsenparks in den vergangenen Jahren“, stellte der Landrat fest. Das Gewerbe- und Industriegebiet mit den Ankermietern Adidas, Grimme und PSA sei kontinuierlich gewachsen.