Zwei Bauprojekte hinter Zeitplan Bersenbrücker Kindergarten: Klütsch macht Druck

Von Martin Schmitz

Die Renovierung der historischen Klosterpforte in Bersenbrück kommt langsamer voran als erwartet. Foto: Liesel HoevermannDie Renovierung der historischen Klosterpforte in Bersenbrück kommt langsamer voran als erwartet. Foto: Liesel Hoevermann

Bersenbrück. Der Bau des Kindergartens im Bersenbrücker Zentrum liegt leicht hinter dem Zeitplan zurück. Auch die Renovierung der Klosterpforte zieht sich.

Dies berichtete Bürgermeister Christian Klütsch (CDU) in der jüngsten Sitzung des Stadtrates in Talge. Das historische Wahrzeichen der Stadt bekomme gerade den zweiten Außenputz verpasst. Hier sieht Klütsch den Zeitverlust als unproblematisch an. Der Kindergarten solle aber unbedingt im Sommer fertig werden, für das nächste Kindergartenjahr ab August zur Verfügung stehen. Der Bürgermeister kündigte an, die Stadt werde Druck machen, er zeigte sich optimistisch, dass das Bauprojekt rechtzeitig abgeschlossen werden könne.

Für die SPD-Fraktion forderte Manfred Krusche, die Stadt möge ihren Zuschuss zur neuen Weihnachtsbeleuchtung in der Lindenstraße an die Fördergemeinschaft Aktuelles Bersenbrück von 10000 Euro auf 20000 Euro verdoppeln, zahlbar in zwei Jahresraten 2018 und 2019. Das löste Erstaunen aus, Stadt und Fördergemeinschaft hatten sich schon auf einen Kompromiss geeinigt, um die gestiegenen Kosten aufzufangen.

Kompromissgespräch

In der Februarsitzung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft, Tourismus, Stadtmarketing, Paten- und Partnerschaften und Kultur war bekannt geworden, dass die auf einen Preis von 20000 Euro geschätzte LED-Beleuchtung wohl eher 30000 Euro Kosten werde. Für die Fördergemeinschaft drängte damals ihr Vorsitzender Andreas Wiegmann auf eine Verdoppelung des städtischen Kostenanteils von 10000 Euro. Dazu sah sich die Stadt ihre Finanzlage wegen außerstande, sie könne bestenfalls im kommenden Jahr nachschießen. Stadt und Fördergemeinschaft einigten sich, im Gespräch einen Kompromiss zu suchen.

Dieser Kompromiss sehe so aus, dass die es bei einem Zuschuss von 10000 Euro bleiben solle, gab Klütsch im Stadtrat in Talge bekannt. Die Fördergemeinschaft werde zwei Jahr den städtischen Zuschuss von 8000 Euro zu ihren laufenden Kosten in die Finanzierung stecken, und wolle die Kosten günstiger machen.

Krusche hielt den SPD-Antrag aufrecht, der in der Abstimmung unterlag, zwar die die Stimmen der Grünen, aber nicht aller SPD-Fraktionsmitglieder bekam.