Grüne wollen Akteneinsicht Bersenbrück verkauft Haus an der Bleiche

Von Martin Schmitz

Die Stadt Bersenbrück will ihr Haus an der Bleiche verkaufen. Foto: Franz BuitmannDie Stadt Bersenbrück will ihr Haus an der Bleiche verkaufen. Foto: Franz Buitmann

Bersenbrück. Die Stadt Bersenbrück will ihr Haus an der Bleiche im Zentrum der Stadt verkaufen. Dies beschloss der Stadtrat auf seiner Sitzung am Mittwochabend in Talge.

Das Haus liegt nicht weit vom Busbahnhof vor dem Freibad und galt vor Jahren fast schon als sozialer Brennpunkt, in dem unter anderem Asylbewerber untergebracht waren. Nach einer Sanierung ist es ruhig darum geworden.

Über den Kaufinteressenten und den Preis machte Bürgermeister Christian Klütsch im öffentlichen Teil der Sitzung keine Angaben, betonte aber, dass er vertraglich verpflichtet werde, dort Wohnungen zu bauen.

Der Beschluss war auf Drängen der Grünen vom nicht öffentlichen in den öffentlichen Sitzungsteil verschoben worden. Ihr Antrag betraf auch den Verkauf des Grundstücks Gildewart 11, das zu ähnlichen Konditionen vergeben werden soll.

Ferner beschloss der Stadtrat, den Kaufpreis für Gewerbegrundstücke auf 25 Euro pro Quadratmeter zu erhöhen. Ein Gutachten habe diesen Preis als marktüblich und angemessen empfohlen, erklärte dazu Phil Wesselkämper von der Stadtverwaltung. In der Vergangenheit hatten die Grünen der Stadtverwaltung vorgeworfen, sie verkaufe Gewerbegrundstücke weit unter Wert und füge der Stadt damit Verluste zu. Zum aktuellen Preis müsse die Stadt keines der Grundstücke aus ihrem Bestand mit Verlust verkaufen, erklärte Bürgermeister Christian Klütsch in der Sitzung. Die Grünen beantragten Akteneinsicht: Die Stadt hatte auf ihre Forderung hin ihren Grundbesitz mit einer Liegenschaftskarte dokumentiert. Die Informationen aus der Karte seien aber keineswegs ausreichend gewesen, erklärten in Talge Elisabeth Middelschulte und Josef Weissmann.

Zur Sprache kam in dieser Sitzung auch ein weiteres Grundstück im Zentrum. Auf Anfrage bestätigte die Stadtverwaltung, wegen ausstehender Zahlungen habe sie die Zwangsversteigerung des leer stehenden Gebäudekomplexes des ehemaligen Hotels Husmann beantragt. Das Verfahren laufe noch.

Nicht durchsetzen konnten sich die Grünen mit ihrem Antrag, die Verabschiedung der Baugebietssatzungen „Woltruper Wiesen III A“ und ein Grundstück an der Overbergstraße vor einem Beschluss im Bauausschuss zu behandeln. Es gebe keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Baugebiete, doch hätten die Anlieger des Woltruper-Wiesen-Gebiets viele kritische Bemerkungen angefügt, die zumindest diskutiert werden müssten.

Das würde aber nur zu Verzögerungen führen, die den Bauwilligen nicht zuzumuten seien, hielt die CDU-Fraktion dagegen