Fragen zur ambulanten Pflege Ankumerin absolviert Praxisprojekt in Russland

Von Dirk Meyer

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Eleonore Michanosin aus Ankum demonstriert Axel Spieker, Heimleiter des Niels Stensen Pflegezentrums Ankum, in dem sie ihr Duales Studium absolviert, den Weg zu ihrem Praktikumsort, einem Dorf nahe der russischen Stadt Marx. Foto: Niels-Stensen-Kliniken/Daniel MeierEleonore Michanosin aus Ankum demonstriert Axel Spieker, Heimleiter des Niels Stensen Pflegezentrums Ankum, in dem sie ihr Duales Studium absolviert, den Weg zu ihrem Praktikumsort, einem Dorf nahe der russischen Stadt Marx. Foto: Niels-Stensen-Kliniken/Daniel Meier

Ankum. Eleonore Michanosin aus Ankum ist 21 Jahre alt und im Rahmen ihres Dualen Studiums Pflege im Niels Stensen Pflegezentrum Ankum tätig. Zum Studium gehört auch ein Praktikum, das sie in einem Dorf nahe der russischen Stadt Marx absolviert.

Sie war bisher nur einmal als Kind in Russland, hat russische Wurzeln und spricht auch Russisch. Die Entscheidung für das Praktikum in einer ambulanten Altenpflegeeinrichtung fiel nach einem Gespräch mit Ottmar Steffan von der Russlandhilfe des Caritasverbands für die Diözese Osnabrück. Die ambulante Altenpflege ist Neuland für sie, denn bisher arbeitet Eleonore Michanosin stationär im Pflegezentrum.

Gibt es in Russland auch Pflegegrade?

Die russische Einrichtung für ambulante Pflege in dem Dorf hat vier Mitarbeiter und kümmert sich um die häusliche Pflege. Mit dem Praktikum ist für die Ankumerin eine Projektarbeit verbunden: Sie möchte verschiedene Fragen beantworten. Zum Beispiel geht es ihr darum, zu erfahren, wie die Finanzierung der ambulanten Pflege in Russland funktioniert. Auch interessiert sie die Qualifikation der Pflegenden und wen sie pflegen. Zudem möchte sie wissen, ob es in Russland verschiedene Pflegegrade gibt, wie wir sie kennen. Und sie möchte sich mit dem Versorgungssystem allgemein befassen. Ist die Pflege in Russland professionell oder eher einfach gehalten? Eleonore Michanosin weiß, dass die Menschen sehr arm leben in dem russischen Dorf. Daher stellt sich für sie die Frage, wie es mit Behandlungsmaterial und Verbandsmaterial bestellt ist.

Studentin lebt bei einer Gastfamilie

Schon die Vorbereitungen auf die Reise wollten durchdacht sein: Sie musste einen Reisepass beantragen, ihn nach Russland schicken, um eine Einladung zu erhalten. Die kam dann zur russischen Botschaft nach Hamburg. Dann mussten auch noch die Formalitäten für die Krankenversicherung erledigt werden. Untergebracht ist Eleonore Michanosin in einer Gastfamilie. Von dem Aufenthalt in Russland erhofft sie sich viele neue Erfahrungen und aufschlussreiche Erkenntnisse. Für eine Ausbildung in der Altenpflege hat sich die Ankumerin ganz bewusst entschieden. Nach der zehnten Klasse hatte sie im Niels Stensen Pflegezentrum Ankum ein Praktikum absolviert, in der zwölften Klasse dort als Pflegekraft gearbeitet und ihr Fachabi an den Berufsbilden Schulen Bersenbrück gemacht.

„Wir profitieren von dem Wissenstransfer“

„Weil mir die Arbeit im Niels Stensen Pflegezentrum Spaß gemacht hat, habe ich mich dann für ein Duales Studium am Bildungszentrum St. Hildegard der Niels-Stensen-Kliniken und an der Hochschule Osnabrück entschieden“, berichtet sie. Heimleiter Axel Spieker begrüßt das. Sie bringe akademisches Wissen mit, und das tue dem Haus gut, sagt er. „Wir profitieren von dem Wissenstransfer.“ Nun ist er gespannt, welche neuen Eindrücke Eleonore Michanosin von ihrem Russlandaufenthalt mitbringt.


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