Offener Bücherschrank am Marktplatz „Minibib“ für Bersenbrück

Von Burkhard Dräger

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Bersenbrück. Zahlreiche Städte haben ihn bereits, den offenen Bücherschrank. Mit Unterstützung des Unternehmens Innogy haben Stadt und Medienforum Bersenbrück am Marktplatz eine solche gläserne und jederzeit zugängliche Minibibliothek aufgebaut. Zur Eröffnung dieses 158. Innogy-Schranks in Deutschland kam Hans-Jürgen Greve, „Vater“ der offenen Bücherschränke, eigens aus Köln.

Der Bücherschrank steht in zentraler Lage am Marktplatz und ist rund um die Uhr geöffnet. Er besteht aus wetterfestem Cortenstahl mit selbsttätig schließenden Glastüren, sodass die Bücher immer vor Regen oder Unwetter geschützt sind.

Das System ist denkbar einfach: jemand stellt ein bereits gelesenes Buch in den Schrank, andere nehmen es dafür heraus oder tauschen es gegen eines ihrer eigenen Bücher „Sharing Economy“ lautet das modewort dafür.

Platz für 320 Bücher

Innogy-Kommunalbetreuer Thomas Jablonski betont, dies sei bereits der 15. offene Bücherschrank im Landkreis Osnabrück, der vom Energieunternehmen gefördert werde. Die RWE-Tochter kümmere sich nicht nur um Stromnetze, sondern engagiere sich auch für kulturelle Infrastruktur.

Die ehrenamtliche Patenschaft übernimmt die Bibliothek des Medienforums Bersenbrück. Seine Leiterin Jeannette Hammel wird regelmäßig nach dem Rechten sehen und Krimis, Romane, Sachbücher einsortieren. Für Kinderliteratur gibt es ein Fach im unteren Bereich, damit die Kleinen sie gut erreichen können. Rund 320 Bücher finde Platz, die ersten Exemplare spendeten Heimatverein und Kreisheimatbund Bersenbrück und weitere Bücherfreunde.

„Der Bücherschrank ist ein tolles Angebot, mit dem wir den öffentlichen Raum in unserer Stadt beleben und die Kultur des Teilens unterstützen. Ich bin mir sicher, dass sich hier ein Treffpunkt bilden wird, an dem die Menschen ins Gespräch kommen“, sagt Bürgermeister Christian Klütsch, der mit Verwaltungsleiter Phil Wesselkämper gekommen war.


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