zuletzt aktualisiert vor

300 Meter Sicherheitsradius Granatenfund in Alfhausen: Sprengung erfolgreich  

Von Hauke Petersen


Alfhausen. Eine Splitterbombe aus dem Zweiten Weltkrieg haben Passanten an einem unbefestigten Feldweg in Alfhausen gefunden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat sie am Samstag gegen 13 Uhr gesprengt, weil der Sprengmeister einen Transport für zu riskant handelte. Das Pikante: Die Bombe war von einem Unbekannten dort abgelegt worden.

Zur Vorbereitung der Sprengung wurde um den Fundort, eine Freifläche am Thiener Damm unweit der Bundesstraße 68, ein etwa 400 Meter großer Sicherheitsradius eingerichtet. Aus dem Polizeikommissariat Bersenbrück hieß es: „Wir versuchen das alles klein zu halten.“ Anwohner wurden nicht evakuiert, allerdings musste der Thiener Damm in den Minuten vor und nach der Sprengung kurz gesperrt. Die B68 war durchgehend befahrbar.

Bei dem Fund handelte es sich um die amerikanische Neun-Kilo-Splitterbombe FRAG 20. Ein maroder Zünder machte eine Entschärfung nach Einschätzung von Sprengmeister Jürgen Koppelmeyer unmöglich. Auch einen Transport hielt der Experte für zu gefährlich, weshalb die Bombe an Ort und Stelle gesprengt wurde.

Umso bemerkenswerter, dass die Bombe, nach Auskunft von Polizeisprecherin Mareike Edeler, von einem Unbekannten am Fundort angelegt worden war. Darauf deuteten Spuren hin. „Das hätte durchaus schief gehen können“, so Edeler. Ihre dringliche Bitte: Wer einen verdächtigen Gegenstand findet, sollte die Finger davon lassen.

Nach Auskunft des Polizeikommissariats Bersenbrück waren vorbeifahrende Radler am Freitagabend auf den Sprengsatz aufmerksam geworden und hatten die Behörden informiert. In Absprache mit den Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde die Stelle zunächst abgesperrt. Vor Ort sei entschieden worden, dass die Sprengung erst am Samstag erfolgen kann. Der Fundort liegt in der Nähe des Alfsees.