Gedankenaustausch in Gehrde Nordkreis-Grüne wollen Anzahl der Osterfeuer begrenzen

Wegen der erheblichen Luftbelastungen durch viele Osterfeuer wollen die Grünen im nördlichen Osnabrücker Land die Anzahl der Feuer begrenzen. Foto: Samtgemeinde BersenbrückWegen der erheblichen Luftbelastungen durch viele Osterfeuer wollen die Grünen im nördlichen Osnabrücker Land die Anzahl der Feuer begrenzen. Foto: Samtgemeinde Bersenbrück

Gehrde. Für die Begrenzung der Osterfeuer auf öffentliche Traditionsfeiern haben sich die Nordkreis-Grünen bei ihrem Treffen in Gehrde ausgesprochen. „Es darf nicht zu Entsorgungsfeuern mit erheblicher Luftbelastung kommen“, sagte der Menslager Ratsherr Walter Scheier.

Ein anderes aktuelles Thema brachte Gehrdes Bürgermeister Günter Voskamp beim Biofrühstück in der Gaststätte Hölschermann auf die Tagesordnung. Er rief dazu auf, weiterhin alle Möglichkeiten zu nutzen, um Einfluss auf die Planung neuer Stromtrassen auszuüben. Noch immer sei der Nachweis nicht erbracht, dass bei konsequenter Energieeinsparung sowie Ausbau dezentraler Erzeugung und Speicherung neue Höchstspannungsleitungen, die Menschen und Natur belasten würden, wirklich erforderlich seien.

Weiterhin Augen und Ohren offenzuhalten auf mögliche Fracking-Planungen, forderte Maria Entrup-Henemann. Die Quakenbrücker Ratsfrau wies darauf hin, dass mit Anträgen in Deutschland in diesem Jahr zu rechnen sei. Im Hinblick auf das Fracking-Regelungspaket, das 2021 wieder zur Disposition stehe, sei eine zunehmende Einflussnahme von Lobbyisten auf die Bundesregierung zu beobachten.

Über die Rückstände bei Kompensationsmaßnahmen bei kommunalen Bebauungsplänen berichtete Josef Klausing. „Die Gemeinden sind aufgefordert, ihren Verpflichtungen beim Ausgleich für die Eingriffe in die Natur zeitnah nachzukommen“, betonte der Merzener Fraktionsvorsitzende.

Nach dem schon erfolgten Ausbau der Kita-Kapazitäten sei bei der Abschaffung der Elternbeiträge mit weiter steigendem Bedarf an Plätzen in Kindergärten und Krippen zu rechnen, erklärte Ralf Gramann. „Obwohl der angekündigte Start zum 1. August noch nicht gesichert ist, muss das Land von Beginn an dafür sorgen, dass die Kommunen nicht auf den Kosten sitzen bleiben“, forderte der Ankumer Ratsherr.

Marvin Wilke (Merzen) berichtete über Pläne der Grünen Jugend, einen Bauernhof zu besuchen, um über die Zukunft der Landwirtschaft ins Gespräch zu kommen. Neben dem Verzicht auf Glyphosat seien weitere Maßnahmen nicht nur zum Schutz der Bienen notwendig, waren sich die Anwesenden einig.

Den auf 200.000 Euro jährlich aufgestockten Förderbetrag des Landkreises für Hausärzte auf dem Lande zu nutzen, appellierte die Bramsche Kreistagsabgeordnete Annette Specht.