Haushalt 2018 verabschiedet Gemeinde Ankum will für drei Millionen Euro Flächen kaufen

Von Mirko Nordmann

Fast 6 Millionen Euro will die Gemeinde Ankum im Jahr 2018 investieren. Die Hälfte der Investitionssumme soll für Flächenankäufe ausgegeben werden. Symbolfoto: dpaFast 6 Millionen Euro will die Gemeinde Ankum im Jahr 2018 investieren. Die Hälfte der Investitionssumme soll für Flächenankäufe ausgegeben werden. Symbolfoto: dpa

Ankum. Die Gemeinde Ankum will in diesem Jahr bis zu drei Millionen Euro für Flächenankäufe ausgeben. Insgesamt sind im Haushalt 2018, den der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig beschlossen hat, fast sechs Millionen Euro für Investitionen verplant.

Hatte der Ankumer Etat 2017 noch ein Minus von rund 271.000 Euro aufgewiesen, steht im Haushalt 2018 mit einem Volumen von knapp 10,38 Millionen Euro ein Plus von 129.600 Euro. Dafür dreht die Gemeinde aber an der Steuerschraube: Der Rat sprach sich einmütig für eine Erhöhung der Grundsteuer von 360 auf 380 Punkte und der Gewerbesteuer von 380 auf 395 Punkte aus.

Die Ratsmitglieder waren sich einig, dass der Gemeinde aufgrund des steigenenden Nivellierungssatzes, den das Land Niedersachsen festlegt, nichts anderes übrig bleibt. Wie Verwaltungsmitarbeiter Michael Wübben erklärte, würde die Gemeinde sonst beispielsweise bei der Grundsteuer B draufzahlen, weil die zu zahlende Umlage höher wäre als die Einnahmen.

„Wir haben keine andere Möglichkeit. Wir haben Bürger und Unternehmen ein Jahr länger verschont. Aber jetzt ist es an der Zeit“, erinnerte Felix Kruse (UWG) daran, dass die Verwaltung schon 2017 eine Steuererhöhung vorgeschlagen hatte.

Auch für Andreas Hettwer (CDU) war die Erhöhung alternativlos: „Es geht nicht ohne, wenn wir in Ankum etwas gestalten wollen.“ Die CDU-Fraktion beantragte, 50.000 Euro für die Erarbeitung von Entwicklungskonzepten in den Haushalt einzustellen. „Ankum ist eine wachsende Gemeinde. Aber wir sollten uns überlegen, wie Ankum in den kommenden Jahren wachsen soll“, betonte Hettwer, der außerdem Konzepte zu Betreuungsangeboten und zum Mobilitätsverhalten anregte. Der CDU-Antrag fand eine große Mehrheit, nur Ralf Gramann (Bündnis 90/Grüne) waren 50.000 Euro dafür zu viel.

Die geplanten Grundstückskäufe für bis zu drei Millionen Euro machen klar den Großteil der Investitionssumme von rund 5,94 Millionen aus. Dafür kann die Gemeinde gut 2,84 Millionen Euro an Krediten aufnehmen. „Wenn wir für das Geld Flächen kaufen, haben wir aber auch die Werte dagegen“, relativierte Klaus Menke (UWG) die Tatsache, dass der Schuldenstand der Gemeinde dann bis auf über sieben Millionen Euro anwachsen könnte. Menke war optimistisch, dass die Verbindlichkeiten schnell wieder abgebaut werden könnten.

439.000 Euro sind für die Erweiterung des noch im Bau befindlichen Kindergartens „Im Dorfe“ eingeplant. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik schlägt mit 218.400 Euro zu Buche. Außerdem investiert die Gemeinde 665.000 in den Endausbau des Eichhornweges und weitere knapp 700.000 Euro in verschiedene andere Straßenbauprojekte.