Samtgemeinde will Gesundheitsmanagement Neue Personalpolitik in Bersenbrück

Von Martin Schmitz

Die Medi-Mouse, ein Gerät zur Rückendiagnostik, ist Teil des Gesundheitsmanagments der Samtgemeinde Bersenbrück. Foto: SamtgemeindeDie Medi-Mouse, ein Gerät zur Rückendiagnostik, ist Teil des Gesundheitsmanagments der Samtgemeinde Bersenbrück. Foto: Samtgemeinde

Bersenbrück. Die Samtgemeinde Bersenbrück modernisiert ihre Personalpolitik. Sie baut ein Gesundheitsmanagement für ihre Mitarbeiter auf und will auf ihrer Internetseite offensiver für ihre offenen Stellen werben.

Als Gesundheitsbeauftragter der Verwaltung hat Martin Bokeloh das Gesundheitsmanagement aufgebaut, berichtete er kürzlich im Finanzausschuss der Samtgemeinde. Die Samtgemeinde arbeite mit einer Krankenkasse zusammen und habe eine Mitarbeiterbefragung vorgenommen.

Stressabbau am Arbeitsplatz häufig genannt worden, wie aus einer Pressemitteilung der Samtgemeinde hervorgeht.

Aus den Ergebnissen der Befragung sei ein Modulsystem entwickelt worden, das nun schrittweise verwirklicht werden solle.

Demnach sollen die Mitarbeiter Gelegenheit erhalten, in örtlichen Fitness-Studios zu trainieren. Es gibt einen Test zur Früherkennung von Darmkrebs und es soll eine Aktion zur Vermeidung von Diabetes geben.

Ferner setzt die Samtgemeinde Medi-Mouse ein, ein Messgerät zur Rückendiagnostik. Samtgemeindebürgermeister Horst Baier betont laut Pressemitteilung die hohe Bedeutung des Gesundheitsmanagements vor dem Hintergrund zunehmender Belastungen am Arbeitsplatz. Die gute Resonanz in der Belegschaft sei erfreulich.

Grippeschutzimpfung

Zum Gesundheitsmanagement gehört auch eine Wiedereingliederungshilfe nach langer Krankheit und eine psychologische Notfallberatung. Letztere sei sinnvoll vor dem Hintergrund zunehmender psychischer Erkrankungen.

Im Ausschuss wurde angeregt, auch eine Grippeschutzimpfung unter die Module des Gesundheitsmanagements aufzunehmen. Dort, wo viel Publikumsverkehr im Rathaus anzutreffen sei, sollten Spender mit Desinfektionsmittel für die Hände aufgestellt werden.

Bokeloh kündigte im Finanzausschuss an, als nächstes werde er die Informationen zu offenen Stellen auf der Website bersenbrueck.de der Samtgemeinde ausbauen zu einem Block, in dem die Samtgemeinde über ihre Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten informiert und ihre Vorzüge als familienfreundlicher Arbeitgeber herausstellt.

Baier wies darauf hin, dass es mittlerweile drei Home-Office-Arbeitsplätze in der Samtgemeindeverwaltung gebe. Die Diskussion über die Besetzung von Führungspositionen mit Teilzeitkräften sei allerdings noch nicht abgeschlossen.