Entwässerungskonzept vorgestellt Keine nassen Füße im Fürstenauer Neubaugebiet

Bei regelmäßigen Baubesprechungen treffen sich Vertreter der Stadt Fürstenau, des Wasserverbandes Bersenbrück und der Planungsbüros auf der Baustelle von Wohnbaugebiet und Regenrückhaltebecken. Foto: Wasserverband BersenbrückBei regelmäßigen Baubesprechungen treffen sich Vertreter der Stadt Fürstenau, des Wasserverbandes Bersenbrück und der Planungsbüros auf der Baustelle von Wohnbaugebiet und Regenrückhaltebecken. Foto: Wasserverband Bersenbrück

Fürstenau. Im Neubaugebiet Fürstenau entstehen zurzeit neue Becken als Bestandteile eines umfassenden Entwässerungskonzepts. Was es damit auf sich hat, erläutert der Wasserverband Bersenbrück in einer Pressemitteilung.

Im Neubaugebiet in Fürstenau in unmittelbarer Nähe zur bereits erschlossenen Wohnsiedlung „Östlich Konrad-Adenauer-Straße“ werde derzeit ein vorhandener offener Graben als Trockenbecken umgestaltet, teilt der Wasserverband Bersenbrück mit. Ergänzt durch den Bau von zwei weiteren Becken, werde für das gesamte Neubaugebiet ein umfassendes Entwässerungskonzept umgesetzt. Moderne Regenkanäle, ein neues Drosselbauwerk und die Regenrückhaltebecken sorgten in diesem Wohngebiet zukünftig für die Entwässerung sowie die gesteuerte Weiterleitung des anfallenden Regenwassers. Einen wichtigen ökologischen Effekt habe die Tauchwand im zusätzlich geplanten Drosselbauwerk. Sie sorge dafür, dass Leichtflüssigkeiten wie beispielsweise Öle zurückgehalten würden und nicht ungebremst in die Gewässer gelangen könnten.

Fuß- und Radweg soll Gebiet miteinander verbinden

Da sich nach Angaben des Wasserverbands in unmittelbarer Nähe des Regenrückhaltebeckens kein Bach befindet, der als natürlicher sogenannter Vorfluter das Niederschlagswasser aufnehmen kann, gelange das Wasser aus dem Ablauf- und Drosselbauwerk in vorhandene Gräben und in die bestehende Regenwasserkanalisation der Ettenfelder Straße. Zwischen den noch im Bau befindlichen Regenrückhaltebecken werde ein unbefestigter Fuß- und Radweg das gesamte Gebiet miteinander verbinden, heißt es weiter. Insgesamt könne durch das neue Entwässerungskonzept ein Volumen von 1253 Kubikmetern Regenwasser auf genommen werden.

Warum der Regen nicht überall versickert

Niederschlagswasser, erklärt der Wasserverband, sollte möglichst an Ort und Stelle versickern können. Die Versickerung dient der Grundwasserneubildung. Eine komplette Versickerung ist oft nicht umzusetzen, weil beispielsweise keine versickerungsfähigen Bodenschichten vorhanden sind oder der Grundwasserstand zu hoch ist. Kanäle und Regenrückhaltebecken sind deshalb die wichtigsten Bestandteile eines gut funktionierenden Abwassersystems.