Aktionswoche und Lesung „Bücherwelt“ öffnete vor 20 Jahren in Bersenbrück

Von Elisabeth Schomaker

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Elke Uphoff, Edeltraud Richter und Christine Muskietorz-Engelhardt (von links) vom „Bücherwelt“-Team feiern den 20. Geburtstag des Geschäfts mit einer Aktionswoche mit Gewinnspielen, Rabatten und Lesung. Foto: Elisabeth SchomakerElke Uphoff, Edeltraud Richter und Christine Muskietorz-Engelhardt (von links) vom „Bücherwelt“-Team feiern den 20. Geburtstag des Geschäfts mit einer Aktionswoche mit Gewinnspielen, Rabatten und Lesung. Foto: Elisabeth Schomaker

Bersenbrück. Der kleine, unabhängige Buchladen um die Ecke – in Bersenbrück gibt es ihn noch. Heute vor 20 Jahren eröffnete die „Bücherwelt“. Vieles hat sich seitdem im Buchhandel verändert. Doch auch, wenn das Geschäft immer schwieriger wird: Der Geburtstag wird mit einer Woche voller Aktionen gefeiert.

Genau 20 Jahre ist es her, dass Edeltraud Richter und Christine Muskietorz-Engelhardt die „Bücherwelt“ eröffneten. Von langer Hand geplant war es aber nicht, erinnern sich die Frauen, die schon vorher Kolleginnen in einer anderen Buchhandlung waren. Beide wollten sich beruflich verändern, und als dann die Räume der ehemaligen Artland-Apotheke an der Ecke Schulstraße/ Bramscher Straße frei wurden, machten sie Nägel mit Köpfen und eröffneten „mehr als spontan“ ihr eigenes Geschäft für Bücher, Büro- und Schreibwaren, erzählt Richter. Nach zehn Jahren zog die „Bücherwelt“ auf die andere Straßenseite in ein Geschäft mit größerer Verkaufsfläche.

Neben den beiden Inhaberinnen gehören noch drei weitere Frauen zum „Bücherwelt“-Team. Alle drei sind schon seit mehreren Jahren dabei, Christiane Paukstat sogar seit dem ersten Tag. „Wir gehen jeden Morgen gerne zur Arbeit“, beschreibt Richter das Arbeitsklima. „Und wir sind inzwischen mehr als Freunde, fast wie Geschwister.“

Buchmarkt im Wandel

Fragt man die Inhaberinnen, was sich in den 20 Jahren verändert hat, müssen sie nicht lange überlegen. „Es wird immer schwerer für kleine Buchhandlungen. Man muss schon heftig kämpfen, vor allem gegen den Onlinehandel“, so Richter. Dabei koste ein Buch im Einzelhandel keinen Cent mehr als im Internet, weil in Deutschland die Buchpreisbindung gelte. Außerdem sei der Einzelhandel genauso schnell: „Der Buchhandel kann Bestellungen schon seit über 30 Jahren innerhalb von 24 Stunden liefern. Das ist keine neue Erfindung von Amazon.“

Zur Konkurrenz durch Onlinehändler komme auch, dass sich die Produktpalette verändert habe: „Es ist ziemlich viel weggebrochen, zum Beispiel Lexika. Die gibt es in der Form heute kaum noch. Außerdem hatten wir vor 20 Jahren noch ganze Regale voller Formulare wie Quittungen, Fax-Vorlagen, Schecks, Lieferscheine oder Stundenzettel“, so Richter. Andere Produkte, etwa E-Books, die passenden E-Book-Reader oder Hörbücher, seien in den vergangenen Jahren dazugekommen.

Der Buchmarkt ist in einem ständigen Wandel, meint Muskietorz-Engelhardt. Dass E-Books gedruckte Bücher irgendwann verdrängen, glaubt die gelernte Buchhändlerin aber nicht: „Das Buch wurde schon oft totgeredet, aber passiert ist das nie. Die Zahlen für E-Books stagnieren im Moment, und gedruckte Bücher laufen parallel dazu. Ich glaube, dass Bücher, so wie wir sie kennen, bleiben werden.“

Immer noch ein Traumjob

Obwohl sich Richter und Muskietorz-Engelhardt Gedanken über die Zukunft des Bucheinzelhandels machen, ist es für beide nach wie vor ein Traumjob: „Das Tolle sind die Abwechslung und vor allem die persönliche Beziehung zu den Kunden“, sagt Richter. „Beratung ist das, was hier zählt. Das persönliche Gespräch, das kurze Schnacken, die Kundennähe. Das kann der Onlinehandel nicht bieten.“

In der Geburtstagswoche dürfen sich Kunden auf verschiedene Aktionen freuen. Wer heute und morgen in der Bücherwelt einkauft, kann beim Glücksraddrehen kleine und große Preise gewinnen. Am Donnerstag können die Kunden Prozente auf Büro- und Schreibwaren erwürfeln, und Freitag gibt es den ganzen Tag über „Überraschungsprozente“. Freitagabend um 19.30 Uhr findet außerdem eine kostenlose Lesung mit Claudia Bambach rund um das Thema Lesen statt.


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