Management Information Game Bersenbrücker Schüler machen Businesspläne

Von Sigrid Schüler-Juckenack

Mit sicherem Auftreten und einer guten Präsentation versuchten die Teilnehmer, Kunden zu überzeugen. Foto: Sigrid SchülerMit sicherem Auftreten und einer guten Präsentation versuchten die Teilnehmer, Kunden zu überzeugen. Foto: Sigrid Schüler

Bersenbrück. 16 Schüler der 10. und 11. Klassen des Bersenbrücker Gymnasiums übten sich als Unternehmer im Management Information Game (MIG), einem Planspiel. Sie schlüpften sie in die Rolle von Unternehmensvorständen und setzten sich mit Fragen der Produktentwicklung, Marketingstrategien und Kundenwerbung auseinander.

In der Kreissparkasse Bersenbrück standen ihnen Räume und Computer zur Verfügung, dazu Fachreferenten, die die Schüler bei ihrer Arbeit unterstützen. Die Aufgabe der Schüler war, als ein Unternehmen für eine Smartwatch die Entwicklung und Produktion zu planen und eine Strategie für den Verkauf zu entwickeln. Abschluss des Spiels war die Präsentation vor potenziellen Kunden, die aus Lehrern und Unternehmern aus Bersenbrück bestand. Die traten als Jury auf und bewerteten die Gruppen.

Drei Unternehmen standen auf dem Prüfstand: die „Sona AG“, „B-Watch AG“ und die „Wooden Watches AG“. Während die eine Gruppe mehr auf junge Kunden abzielte, hatte die zweite Gruppe ein Produkt für Senioren im Angebot, dass Sicherheit in Notfällen bieten soll, mit automatischem Notruf in lebensbedrohlichen Situationen. Das dritte Unternehmen setzte mit Holzgehäuse aus heimischen Hölzern auf Nachhaltigkeit und damit auf eine ökologisch orientierte Zielgruppe.

Bewertungen sehr dicht beieinander.

Die Schüler mussten sich Gedanken zum Preis, zu Zahlungszielen und Rabatten, zum Vertrieb und zur Werbung machen. Dies alles galt es, den Jurymitgliedern als Kunden zu verkaufen. Ideenreich und selbstbewusst gingen die Schüler an die Aufgabe heran und stellten ihre Businesspläne. Am Ende konnte nur eine Gruppe die Beste sein, aber die Bewertungen der Jury lagen sehr dicht beieinander, sodass sich alle Teilnehmer als Sieger fühlen durften.

Das Fazit der Schüler fiel durchgehend positiv aus. „Das war eine komplett andere Erfahrung, und es war sehr informativ“, fasste Ole Lahrmann zusammen. Auch Marei Kreuzkamp und Carolin Hackmann sind der Ansicht, dass sie über Wirtschaft und Unternehmensführung viel gelernt haben.

Das MIG gibt es bereits seit 30 Jahren, erklärte Roland Twyrdy vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). Er hatte das Seminar geleitet und den Zuhören zuvor den Sinn und Zweck des Planspiels erläutert. Der Sparkasse dankte er für die Unterstützung des Projektes und die gute Betreuung der teilnehmenden Schüler.