Gemeinde übernimmt Sportplatz: Alfhausens Deal mit Bersenbrück

Von Martin Schmitz

Der Schulsportplatz in Alfhausen soll in einen Rasenplatz für den SV umgewandelt werden. Foto: Franz BuitmannDer Schulsportplatz in Alfhausen soll in einen Rasenplatz für den SV umgewandelt werden. Foto: Franz Buitmann

Alfhausen/Bersenbrück. Der fast 40 Jahre alte Schulsportplatz in Alfhausen soll wieder nutzbar gemacht werden. Darauf haben sich die Gemeinde Alfhausen, der Sportverein und die Samtgemeinde Bersenbrück geeinigt.

Der Platz ist 1980 als Aschenplatz für die Grundschule und die Hauptschule angelegt worden, liegt aber ein gutes Stück vom Schulzentrum entfernt außerhalb der Siedlung auf dem Bahnhofsesch. 1982 erhielt er ein Umkleidegebäude.

Vor einigen Jahren wurde die die Alfhausener Hauptschule geschlossen. Grundschüler machen sich sehr selten auf den weiten Weg, verbringen ihre Sportstunde lieber in der Turnhalle auf dem Schulgelände. Deshalb fuhr die Samtgemeinde die Unterhaltung des Platzes zurück. Mittlerweile hat sich der Untergrund so weit verdichtet, dass Regenwasser auf dem Platz stehen bleibt. Er ist nicht mehr nutzbar.

Im vergangenen Jahr schlug der Sportverein Alarm. Der Platz grenzt an seine Sportanlage, wäre für das Training seiner Jugendmannschaften geeignet. Idealvorstellung war ein allwettertauglicher Kunstrasenplatz. Doch wer sollte die horrenden Kosten der Umgestaltung aufbringen? Und wer die ebenfalls recht aufwändige Wartung des Platzes schultern?

Alfhausen sah die Samtgemeinde in der Pflicht, schließlich ist sie für die Unterhaltung von Schulsportplätzen zuständig. Doch die sah keinen Bedarf, weil die Grundschule den Platz kaum nutzt.

Kompromiss

Einstimmig genehmigte der Samtgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung in Alfhausen einen Kompromiss. Demnach überschreibt die Samtgemeinde den Platz der Gemeinde Alfhausen, das Grundstück hat sie bereits in Erbpacht inne. Der Sportplatz wird in einen Rasenplatz umgewandelt, das Umkleidegebäude saniert. Die Kosten dafür werden auf 180 000 Euro geschätzt. Davon will die Samtgemeinde ein Drittel übernehmen, bis zu 60 000 Euro. 25 000 Euro davon stehen bereits aus dem Haushalt 2017 zur Verfügung. Den Rest müssen sich Gemeinde und Sportverein Alfhausen teilen. Der Sportverein will Fördermittel auftreiben.

Die Unterhaltung übernimmt die Gemeinde. Den Rasenmäher will aber künftig die Samtgemeinde schicken, wie sie das auch in anderen Mitgliedsgemeinden macht. Im Gegenzug steht der Platz der Grundschule weiter offen, falls sie ihn nutzen möchte.

Die Alfhausener hätten gern mehr gehabt, sagte Gerd Steinkamp (CDU) in der Samtgemeinderatssitzung. „Wir sind aber einsichtig, dass es nicht unbedingt ein Kunstrasenplatz und ein neues Gebäude sein müssen.“ Wesentlich sei, das alle Beteiligten eine tragbare Lösung gefunden hätten. Die begrüßt auch Źeljko Dragić (SPD), der ebenfalls in Alfhausen zu Hause ist. Er dankt allen, die mitgeholfen haben, insbesondere der CDU-Bürgermeisterin Agnes Droste.