90 Wohnungen in drei Jahren Hase-Wohnbau startet erstes Bauprojekt in Ankum

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Bersenbrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Ankum/Bersenbrück. Jetzt gehts los: Die Hase-Wohnbau GmbH startete in Ankum ihr erstes Bauprojekt. Knapp 90 Wohnungen will die kommunale Baugesellschaft der Samtgemeinde Bersenbrück in den kommenden drei Jahren bauen.

Die CDU in der Samtgemeinde bleibt bei ihren grundsätzlichen Bedenken, die Baugesellschaft würde den Markt für den sozialen Wohnungsbau verzerren. Deshalb lehnte sie eine Kapitalerhöhung von 450000 Euro für die Hase-Wohnbau in der jüngsten Samtgemeinderatssitzung ab. Mit Abrisskosten zahle sie für das Grundstück Hengeholt-Heuer in Bersenbrück 300 Euro pro Quadratmeter und verderbe die Preise, warf Christian Klütsch der Baugesellschaft im Samtgemeinderat vor. Deren Chef Horst Baier verwahrte sich gegen die Behauptung, er habe versprochen, der Altbau müsse nicht abgerissen werden. Und zeigte sich erstaunt, dass Klütsch vertrauliche Zahlen öffentlich nennt. Der sprach daraufhin von einer Schätzung.

Ratsvertreter wie die Grüne Elisabeth Middelschulte erwiderten auf die CDU-Vorwürfe, die Baugesellschaft sei notwendig, um preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Klaus Menke (UWG Ankum) beendete die Debatte: Eigenkapital sei zwingend nötig, um von der N-Bank zinsfreie Kredite mit einer Laufzeit von 30 Jahren zu bekommen. Der Eigenanteil fließe zurück, werde nach 20 Jahren gestundet. Das Geld komplett per Kredit zu besorgen, wie von der CDU gefordert, würde Zinsen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro kosten.

Das Achtfamilienhaus an der Aslager Straße und ein Projekt mit zwei Mehrfamilienhäusern an der Jahn-Straße in Gehrde, das im Mai starten soll, seien über die N-Bank finanziert. Die Wohnungen hätten also drei Jahre lang eine Mietpreisbindung von 5,90 Euro pro Quadratmeter und seien nur über Wohnberechtigungsschein zu bekommen, berichtet Samtgemeindebürgermeister Baier in Ankum. Die Hase-Wohnbau plane aber auch frei finanzierte Wohnungen, der Bedarf an kleinen und günstigen Mietwohnungen sei immens in der boomenden Samtgemeinde. Es gebe sogar schon Anfragen für die Wohnungen, die jetzt gebaut werden.

Bauten in allen Mitgliedsgemeinden

In der zweiten Jahreshälfte will die Baugesellschaft weitere sechs Bauprojekte starten in Ankum, Kettenkamp und Bersenbrück. Im Frühjahr 20109 soll ein Objekt mit 20 Einheiten in Rieste dazukommen, damit wäre die Hase-Wohnbau dann in sämtlichen sieben Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde aktiv.

An der Kettenkamper Hauptstraße sind allein drei Objekt geplant, unter ihnen eines mit vier Reihenhäusern. In Ankum an der Kastanienallee sollen 14 Wohneinheiten entstehen. Zum von Klütsch kritisierten Projekt in Bersenbrück sollen zwölf Einheiten gehören, für die der Abriss des Saaltraktes des Hotels Hengeholt-Heuer von vornherein vorgesehen war. An der Vorderseite des Grundstücks zur Lindenstraße hin ist ein mehrstöckiges Familienzentrum geplant, das Teile der Samtgemeindeverwaltung aufnimmt.

In Ankum wurden in den vergangenen Jahren und werden auch jetzt noch erstaunlich viele Wohnungen gebaut. Trotzdem leiste die Hase-Wohnbau einen wichtigen Beitrag zur Bereitstellung günstiger Wohnungen, sagt Bürgermeister Detert Brummer-Bange.

Die Aufträge seien fast alle an Firmen aus der Samtgemeinde Bersenbrück vergeben, etwa an das Bauunternehmen Kleine-Kuhlmann in Ankum, sagt Architekt Ulf Leimbrink. Die Hase-Wohnbau wolle ihren Personalstand klein halten. Sie werde aber bald eine Mitarbeiterin für die Immobilienbetreuung einstellen, kündigt Baier an.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN