Aktionen in vier Orten Müllsammler rund um Bersenbrück unterwegs

Von Sigrid Schüler, Franz Buitmann und Georg Geers

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Gehrde/Bersenbrück/Ankum/Eggermühlen. In vier Ortschaften in der Samtgemeinde Bersenbrück schwärmten am Freitag und Samstag Freiwillige aus. Sie lasen achtlos weggeworfenen Müll auf und machten dabei auch kuriose Funde.

Alle gemeinsam für einen sauberen Ort: In Gehrde sammelten Mitglieder von Vereinen, der Ortsgemeinschaften, der Feuerwehr und des Gemeinderates Müll. Die Kinder der Grundschule und des Kindergartens waren einen Tag zuvor schon in gleicher Mission im Ort unterwegs gewesen.

Leider gebe es immer noch Menschen, die ihren Müll wie Autoreifen illegal in der Natur entsorgen, sagte Ratsfrau Ingrid Thesing. Insgesamt sei aber festzustellen, dass von Jahr zu Jahr weniger Müll zu finden sei. Ratsherr Michael Lange war begeistert, dass sich viele Menschen in diesem Jahr an der Aufräumaktion beteiligt haben. „Wir konnten mehr Strecken absuchen als sonst, weil wir so viel Helfer hatten.“ Der Trend scheine zu sein, dass die Menschen umweltbewusster werden.

Wie immer gab es zum Abschluss ein Treffen am Sportlerheim, wo die Aktiven mit Würstchen und Getränken versorgt wurden.

Eggermühlen: Tragetasche mit Hamburgern

Zwei dutzend Schüler, Landjugendmitglieder und Heimatfreunde aus Eggermühlen beteiligten sich an der Awigo-Umweltaktion und rückten den gedankenlos weggeworfenen Unrat an öffentlichen Straßen und Plätzen in der Gemeinde zu Leibe. Auf dem Kirchplatz hatte der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins,Theo Schulte, am Vormittag die Gruppen eingeteilt und die Routen festgelegt. Ein Grill, zwei ungeöffnete Likörflaschen, eine original verschlossene Milchpackung und sogar eine Tragetasche mit unverzehrten Hamburgern waren einige der Kuriositäten, die sich am Straßenrand fanden. Auch zwei Habichte, die wohl dem Straßenverkehr zum Opfergefallen waren, wurden entsorgt. Die fünf Trupps, ausgerüstet mit Müllsäcken und Arbeitshandschuhen waren sich nach der Aktion allerdings einig: Die Müllmenge hat sich seit Beginn der Aktion in den 1990er Jahren erheblich reduziert.

August-Benninghaus-Schüler schwärmten aus

Wie in jedem Jahr folgten die 5. Klassen der August-Benninghaus-Schule der Anfrage des Ankumer Heimat- und Verkehrsvereins an diesem Freitag, um in den Straßen rund um die August-Benninghaus-Schule „Frühjahrsputz“ zu halten, so wie an diesem Wochenende unzählige Vereine, Familien und andere Gruppen im Landkreis Osnabrück. Zeitgleich waren in Ankum auch die Grundschüler der dritten und vierten Klassen unterwegs und Kinder aus den Kiindergärten.

Ausgerüstet mit Müllsäcken und Warnwesten der Awigo sowie Einmalhandschuhen und Müllsammel-Zangen der Schule machten sich die Schüler in Begleitung ihrer Klassenlehrerinnen auf den Weg und sammelten Unmengen kleiner Papierschnipsel, Plastikstücke, Glasflaschen und Reste von Silvesterböllern, aber auch alte Regenschirme und Auto-Schutzplanen, schließlich sogar eine halbe Klobrille in die Müllsäcke; reichlich Dinge, die nicht an den Wegesrand gehören!

Als die Hände vom eisigen Wind fast gefroren waren, wurde es Zeit, zur Schule zurückzukehren und stolz die Gruppenfotos mit der ergatterten „Beute“ zu machen, die von Ulrich Steffens vom Heimatverein abgeholt wurde. Und wie immer waren alle Schüler glücklich über die anschließende Belohnung: Haribos satt für alle!

Am Samstag beteiligten sich etwa 100 Freiwillige an den Sammelaktionen im Ortskern und den umliegenden Bauerschaften, berichtet Ulrich Steffen vom Heimatverein. Insgesamt sei der Müll rückläufig gewesen, doch häten ide sammler auffallend viele Altreifen aufgeklaubt, sie füllten am Schluss einen ganzen Lieferwagen. Den kuriosesten Fund machten Schüler in der Nähe des Schulzentrums, wo sie Kfz-Kennzeichen fanden.

Über 120 Teilnehmer in Bersenbrück

120 Teilnehmer an seinem Umwelttag zählte der Heimatverein Bersenbrück. Zwölf Vereine und Gruppen machtne sich auf den Weg in ihre Einsatzgebiete, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Auf dem Bauhof füllten sich die von der Awigo zur Verfügung gestellten Sammelsäcke rasch. Flaschen aller Größen und Formen wurden teils unter großen Mühen aus Gebüschen und Gräben geholt. Auffällig war, dass Hundekot Grünflächen und Wege verunreinigt, der Heimatverein appelliert an alle Hundebesitzer, für Abhilfe zu sorgen.

Nach der Sammelaktion bot der Heimatverein am Heimathaus Feldmühle Getränke und Bratwürstchen an. Bersenbrücks Bürgermeister Christian Klütsch hatte es sich nicht nehmen lassen, bei der Sammelaktion vorbeizuschauen und die Sammler des Heimatvereins mit einem Pausenbier zu versorgen.


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