Gründonnerstag letzter Arbeitstag Reformhaus Kemmlage in Bersenbrück schließt

Von Gesa Hustede

Gründonnerstag ist ihr letzter Arbeitstag. Dann schließt das Reformhaus von Annegret Niermann. Foto: Gesa HustedeGründonnerstag ist ihr letzter Arbeitstag. Dann schließt das Reformhaus von Annegret Niermann. Foto: Gesa Hustede

gehu Bersenbrück. Ende März schließt das Reformhaus Kemmlage in Bersenbrück seine Türen. Inhaberin Annegret Niermann geht dann in den Ruhestand. Im Oktober 2003 habe sie das Geschäft vom Vorgänger gekauft, seit dem war sie mehr als 14 Jahre Inhaberin. Das Geschäft bleibt komplett geschlossen, einen Nachfolger wird es nicht geben.

In den vergangenen Jahren habe es hauptsächlich Stammkunden gegeben. „Sie sind natürlich traurig. Die nächsten Reformhäuser sind schließlich in Osnabrück, Lingen oder Cloppenburg. Da müssen sie weit fahren“, sagt Annegret Niermann. Aber kleine inhabergeführte Läden hätten es schwer. Sie seien zu kostenaufwendig, erklärt sie weiter. Konkurrenz für Reformhäuser sehe sie nicht nur in den großen Drogeriemarktketten DM und Rossmann. Glutenfreie Lebensmittel zum Beispiel könnten die Kunden mittlerweile fast überall erwerben. „Eine spezielle Beratung hat es aber nur hier gegeben“, betont Annegret Niermann. Große Reformhäuser wie Bacher oder Ebken werde es aber auch weiterhin geben, davon sei sie überzeugt.

Dank an alle Kunden

Noch bis kurz vor Ostern hat das Reformhaus geöffnet. Gründonnerstag soll der letzte Arbeitstag sein. Bis dahin läuft der Ausverkauf mit Rabattaktionen.

Annegret Niermann dankt allen Kunden auch im Namen ihrer Mitarbeiter für das Vertrauen. Sie freue sich nun auf ihren Ruhestand. „Zuhause bleibt ja doch einiges auf der Strecke“, so Annegret Niermann lachend.