Wo liegt eigentlich Surinam? Vorbereitungen für den Weltgebetstag in Gehrde

Von Sigrid Schüler-Juckenack

Besprechen die Details zum Ablauf des Gottesdienstes am Weltgebetstag (von links): Annelene Morlok, Gabi Soth-Igelmann, Stefanie Lohmann und Birgit Igelmann. Foto: Sigrid SchülerBesprechen die Details zum Ablauf des Gottesdienstes am Weltgebetstag (von links): Annelene Morlok, Gabi Soth-Igelmann, Stefanie Lohmann und Birgit Igelmann. Foto: Sigrid Schüler

Gehrde. Wo liegt eigentlich Surinam? Diese Frage werden all jene, die am 2. März zu den Gottesdiensten am Weltgebetstag gehen, beantworten können. Denn in diesem Jahr haben Frauen aus Surinam das Konzept für die Gottesdienste erarbeitet.

Auch in der St. Christophorus-Gemeinde in Gehrde laufen die Vorbereitungen. Mit Pastorin Stefanie Lohmann sind es neun Frauen, die den Gottesdienst gestalten werden. Bei ihren bisherigen Treffen haben sie sich intensiv mit dem Land Surinam und mit dem Ablauf des Gottesdienstes auseinandergesetzt. Vieles entnehmen sie dem Informationsmaterial, das ihnen mit dem Leitfaden zum Gottesdienst zur Verfügung steht. Das Leitthema des diesjährigen Weltgebetstages heißt „Gottes Schöpfung ist sehr gut“. Dementsprechend setzt sich der Gottesdienst der Frauen aus Surinam mit Umweltproblemen ihres Landes auseinander. Thematisiert wird der Rohstoffabbau und die Ausbeutung der Natur Surinams, aber es werden auch die Menschen Surinams vorgestellt, speziell die Lebenssituationen der Frauen. Die Gottesdienstbesucher werden erfahren, dass Surinam ein multikulturelles Land ist. Neben den Ureinwohnern leben dort Menschen, die ihre Wurzeln in Asien, Afrika und Europa haben. Einige wurden als Sklaven verschleppt, andere kamen nach Surinam, weil sie dort Arbeit fanden.

Frauen kochen und backen traditionelle Gerichte

„In die Vorbereitungen sind aber mehr Frauen eingebunden als die Neun, die im Gottesdienst aktiv sind“, erklärt Pastorin Stefanie Lohmann. Dem Informationsmaterial über Surinam liegen nämlich auch Rezepte für traditionelle Gerichte aus Surinam bei. Einige Frauen der Gemeinde haben sich bereit erklärt, die Rezepte zum Weltgebetstag auszuprobieren. So wird es neben Informationen zur Geschichte und zur aktuellen Situation Surinams auch traditionelles Essen geben. Solidarität mit den Frauen Surinams zeigen, sich mit großen, weltumspannenden Themen beschäftigen und sich in der Kirche engagieren sind nur einige der Gründe, warum sich die Gehrder Gruppe beim Weltgebetstag engagiert. Und mit einem Satz bringt es die junge Sandra Meyer auf den Punkt: „Es macht ganz einfach Spaß.