Widersprüche eingegangen Rieste: Infoabend zu Gefahrstofflager verschoben

Von Marcus Alwes

Die Erdarbeiten für das neue Gefahrstofflager im Niedersachsenpark haben bereits begonnen. Archivfoto: Heiner BeinkeDie Erdarbeiten für das neue Gefahrstofflager im Niedersachsenpark haben bereits begonnen. Archivfoto: Heiner Beinke

Rieste. Die geplante Informationsveranstaltung der Gemeinde Rieste und der Firma Imperial zur Errichtung eines Gefahrstofflagers im Niedersachsenpark wird noch einmal verschoben - auf Bitten des Unternehmens.

Die Imperial GmbH (Hauptsitz Duisburg) wolle im Rahmen des Genehmigungsverfahrens „zunächst die Frist abwarten, innerhalb derer über vorliegende Widersprüche entschieden wird“, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Sobald hier Klarheit herrscht, wird Imperial gemeinsam mit der Gemeinde Rieste einen neuen Termin für die Informationsveranstaltung vereinbaren und rechtzeitig bekanntgeben.“

Widersprüche gegen Genehmigung

Nachdem das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt zuletzt die geforderte immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Gefahrstofflager-Errichtung erteilt und einen vorzeitigen Beginn von Bauarbeiten erlaubt hatte, sind offenbar bereits sofort zwei offizielle Widersprüche aus der Bevölkerung eingegangen. Bis über diese entschieden ist, möchte das Unternehmen mit der Informationsveranstaltung warten. Eigentlich war diese für den 28. Februar vorgesehen.

Gemeinde hat Verständnis

Die Verschiebung des Termins sei „bedauerlich, aber verständlich“, reagierte der Bürgermeister der Gemeinde Rieste, Sebastian Hüdepohl, auf die Verlegung. In der geplanten Informationsveranstaltung solle es aber insbesondere darum gehen, den Bürgern eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie beispielsweise die Arbeitsabläufe in dem Lager und das Sicherheitskonzept der Firma konzipiert seien. Es solle, so Hüdepohl, auch erläutert werden, welche unterschiedlichen Produktklassen eingelagert werden sollen, wie die Hallen ausgestattet sein werden und wie das Lager aufgebaut wird.

Das Genehmigungsverfahren solle hier aber keine Rolle mehr spielen, verdeutlichte der Bürgermeister. „Daher ist ein Verschieben sinnvoll, bis der rechtliche Rahmen endgültig geklärt ist. Wir hoffen auf eine zügige Klärung und werden dann schnellstmöglichst einen neuen Informationstermin anberaumen“, ergänzte Hüdepohl.