„Stellen uns auf die Familien ein“ Bersenbrücker Tagesmütter können mithalten

Von Gesa Hustede

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Tagesmütter mit ihrer Rasselbande:Angelika Waranowski, Jasminka Subafic, Stefanie Stenvers, Simone Garbe und Manuela Köster (von links). Foto: Gesa HustedeTagesmütter mit ihrer Rasselbande:Angelika Waranowski, Jasminka Subafic, Stefanie Stenvers, Simone Garbe und Manuela Köster (von links). Foto: Gesa Hustede

Bersenbrück. Tagesmütter können in der Kinderbetreuung mit den Krippen mithalten, sind in manchen Dingen flexibler. Dies sagt eine Gruppe, die sich wöchentlich in Bersenbrück trifft, um ihren Schützlingen auch Gruppenerlebnisse zu bieten.

„Bei Kindern von null bis drei Jahren sind wir den Krippen gleichgestellt“, betont Stefanie Stenvers aus Bersenbrück. Die Eltern hätten die Wahl zwischen Tagesmütter und Krippen. Vorteile gegenüber den Krippen gebe es ihrer Meinung nach viele. „Wir sind super flexibel und immer in Bereitschaft“, so Stenvers. Das sei bei den festen Zeiten der Krippen nicht gegeben. Betreut werden könnten bis zu fünf Kinder gleichzeitig. „Was uns ausmacht, ist einfach, dass wir uns ganz individuell auf die Familien, das heißt sowohl auf die Kinder, als auch auf die Eltern, einlassen können“, macht Stenvers deutlich. Schichtdienste, Wochenenden und sogar Feiertage – alles sei machbar.

Einmal die Woche treffen sich Tagesmütter im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Bonnus-Kirche in Bersenbrück. Dann könnten die Kinder miteinander spielen und lernen, auch in einer größeren Gruppe klarzukommen. Trotzdem bleibe die Umgebung familiär. „Einige Kinder sind in großen Räumen mit zu vielen Kindern einfach überfordert“, sagt Simone Garbe aus Gehrde. „Hier können wir sie ganz langsam daran gewöhnen.“

Die Tagesmütter betreuen die Kinder meistens um die zwei Jahre. „Es ist klasse, die Entwicklung der Kinder mitzubekommen“, so Garbe. Auch zu den Eltern herrsche eine sehr persönliche Beziehung. Die Eltern kämen mit Sorgen zu den Tagesmüttern, für die sie stets bemüht seien, gemeinsam eine Lösung zu finden. Wenn Tagesmütter entdecken, das ein Kind eine besondere Förderung braucht, suchen sie den Kontakt zu den Eltern. „Wir können uns genau auf die einzelnen Kinder einstellen“, sagt Stenvers.

Zuschuss von der Samtgemeinde

Jeden Tag wird frisch gekocht. Beim Essen werde auf religiöse Tabus, Allergien und Unverträglichkeiten geachtet. Ein Zuschuss von der Samtgemeinde Bersenbrück ist für die Eltern möglich.

Die gemeinsame Betreuung von älteren und jüngeren Kindern sei eine ganz tolle Sache. „Die Kinder lernen auch voneinander“, sagt Stenvers. So lernen die Großen den Umgang mit den Kleineren, helfen ihnen zum Beispiel mit dem Reißverschluss der Jacke. Die Kleineren wiederum können von der Selbstständigkeit und dem Sprachkönnen der Älteren lernen. Das fördere das soziale Miteinander.

Zum Programm gehörten fast täglich Spaziergänge. Dabei lernten die Kinder den Straßenverkehr kennen und könnten im Wald auf Abenteuerreise gehen. Die Tagesmütter erklären ihnen unterschiedliche Blattarten und lassen sie an Baumrinde fühlen. „Wir gehen raus und zeigen den Kindern die Welt“, so Stenvers. „Ein bisschen Regen macht den Kindern dabei nichts aus. Im Gegenteil! Sie lieben es, mit Gummistiefeln in Pfützen zu springen.“

Die Samtgemeinde Bersenbrück lässt Tagtesmütter in einem Kurs von rund 160 Stunden ausbilden Dazu kommt die Erste Hilfe am Kind, welche regelmäßig aufgefrischt wird. Außerdem nehmen sie an freiwilligen Fortbildungen teil. Alle fünf Jahre werden sie vom Familienservicebüro der Samtgemeinde kontrolliert, das sie auch vermittelt. Die Pflegeerlaubnis wird regelmäßig überprüft und erneuert. Auch ein Gesundheitszeugnis müssen sie abgeben.


Direkter Kontakt und weitere Informationen bei den Tagesmüttern Simone Garbe aus Gehrde (Telefon 05439/92950), Manuela Köster aus Rieste (0151/21548387), Stefanie Stenvers aus Bersenbrück, (05439/3014), Jasminka Subafic aus Bersenbrück und Angelika Baranowski aus Bersenbrück (05439/3281).

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