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14.02.2018, 19:19 Uhr KOMMENTAR ZUM LANDVOLK BERSENBRÜCK

Imageproblem der Landwirtschaft: Gehör finden

Kommentar von Jürgen Ackmann

Gülleausbringung auf einem verschneiten Acker. Foto: Jan Woitas/dpaGülleausbringung auf einem verschneiten Acker. Foto: Jan Woitas/dpa

Bersenbrück. Wer sich selbst hinterfragt, schafft Glaubwürdigkeit und Verständnis. Das gilt auch für die Landwirtschaft. Dazu ein Kommentar.

Der wirtschaftende Mensch macht Fehler. Manchmal aber ist er auch zu sehr auf unlautere Weise auf seinen Vorteil bedacht – zulasten anderer. Das ist in der Autoindustrie so, im Textilgeschäft und bisweilen auch in der Landwirtschaft. Umso wichtiger ist es, dass die Fehler und Vergehen nicht unter den Teppich gekehrt werden. Dass sie also an das Licht der Öffentlichkeit kommen. Das ist zwar schmerzhaft für die jeweilige Branche, aber eben auch lehrreich, mithin kein Grund, sich ungerecht behandelt zu fühlen, sondern einer, sich selbst zu hinterfragen. Das schafft Glaubwürdigkeit und Verständnis.

Das gilt auch für die Landwirtschaft. Auch sie muss zu ihren Fehlern stehen. Aber auch sie hat das Recht, im Guten von sich reden zu machen. Denn da gibt es durchaus viel zu berichten. Die Landwirte haben es deshalb verdient, in der Bevölkerung angemessen Gehör zu finden – auch bei denen, die die Arbeit auf den Höfen, die konventionelle Landwirtschaft betreiben, gerne in Bausch und Bogen verurteilen.

Anders ausgedrückt: Alle Seiten sollten mehr miteinander reden und weniger übereinander. Das schadet nur.


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