Antonius Maag Schulleiter Ankumer Grundschule, „da kannste nix gegen sagen“

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Ankum. Überall an den Schulen fehlen Lehrer. Attraktive Schulen wie die Grundschule Ankum haben es da leichter, zeigt die Einführung von Antonius Maag als Schulleiter.

In Ankum fügt sich scheinbar alles zusammen. Das Kollegium ist motiviert, kann selbstständig arbeiten, bescheinigte im schon Maags Vorgänger Gäbken. Dies zeigte das Team zuletzt unter Liane Bunkes kommissarischer Leitung. Die Eltern machen mit. Und die Samtgemeinde Bersenbrück nutzte den Umzug in die Hauptschule auf dem Kattenboll, dort im Zusammenspiel mit der Schule und Experten viel Raum und Ausstattung zu schaffen für eine zeitgemäße Pädagogik.

Gerade Leiterstellen an Grundschulen sind schwer zu besetzen. Doch in Ankum sei es schnell gegangen, Maag habe sich als Spitzenkandidat herauskristallisiert, erinnert sich Samtgemeindebürgermeister Horst Baier: „Den wollten wir unbedingt haben.“

Dass die offizielle Ernennung dann auf sich warten ließ, habe bürokratische Gründe gehabt. Maag wechselte aus Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen.

„Er ist kein Greenhorn,“ bescheinigt ihm Martina Westerkamp von der Landesschulbehörde. Die beiden kenne sich aus Berufsanfängerzeiten vor einem Vierteljahrhundert in Ankum. Maag habe nach diesem Referendariat als Springer in 17 Schulen im Osnabrücker Land und im Emsland Erfahrung gesammelt, in einer emsländischen Schule gearbeitet und danach elf Jahre die St.-Martin-Grundschule in Recke geleitet.

Gereimtes Willkommen

Nun wolle er die Chancen nutzen, die der attraktive Schulort Ankum biete. Aber: „Ein Schulleiter muss authentisch sein und begeistern können,“ gab ihm Westerkamp mit auf den Weg.

Attraktive Schulen seien Teil der Samtgemeinde-Politik, die ein familienfreundliches Umfeld schaffen wolle, begrüßte Ankums Bürgermeister Detert Brummer-Bange Maag. Namens der Schulleiterkollegen aus der Samtgemeinde überreichte Helga Lübbert zur Lage ein großes Paket „Nervennahrung“.

Eine Schultüte mit Ankum-Wappen und ein gereimtes Willkommen gab es von Eltersprecherin Ramon Giese. Die Personalvertreterinnen Lea Brake, Stefanie Steinkamp und Petra Wantoch nannte ihren neuen Chef einen Superschulleiter und reihten sich zum Liedvortrag in einen Kollegiumschor ein. Schülergruppen stellten die neue Schulhymne vor, die Julia Raupach und Markus Krappe aufgefrischt hatten, andere tanzten und verblüfften mit Jonglierkunststücken.

„Das war Spitze“ antworte Maag und stellte seiner Schule mit dem trockenem humior eines Westfalen die Bestnote aus: „Da kannst du du nichts gegen sagen.“ Das klingt auf Platt wesentlich besser, bewies der Liebhaber der der Niederdeutschen Mundart danach.

Die Ankumer Schule funktioniere gut, daran wirkten Kollegium und Eltern mit und die Samtgemeinde als „mutiger Schulträger“. Er fühle sich wohl in einem Kreis, der seine Ansprüche an die eigene Qualität und seine professionelle Einstellung teile. Das gelte nicht nur fürs Kollegium, er finde Ansprechpartner und Unterstützung bei Schulbehörde und Leiterkollegen.


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