„Freggel“ Frerker moderiert Eggermühlens Karneval glänzt mit Neuheiten

Von Georg Geers


Eggermühlen. Eggermühlens Karneval glänzt mit Neuheiten; neue Lightshow und Tontechnik und ein neuen Sitzungspräsident: Stefan „Freggel“ Frerker meisterte sein Debüt und führte mit Bravour durch zwei Galas.

Sauber choreografiert eröffnete die 15-köpfige Garde das Unterhaltungsfeuerwerk. Ein letztes Mal, so Protokollchef Franz Möller, stehe er nun in der Bütt. Zwei Jahrzehnte lang hatte er im Jahresrückblick dem Dorf den Spiegel vorgehalten.

Das hatten auch Leon Stalfort und Natalie Behre. Über das, was Eggermühlens Jugend treibt, wussten sie Hanebüchenes. Wenn Pfunde festsitzen, muss sich die Mode anpassen. Auf diese simple Formel brachte Hilde Kirchner ihr Plädoyer. Sackmode, luftig-locker, viel Platz drumherum, das wünscht die „Grand Dame der KFD“.

In unzähligen Stunden hatten Katharina Keller, Denise Knapwerth, Emelie Landwehr und Frederike Hömer die Tänzerinnen der EKV-Garde trainiert. „Beinhart“ im wahrsten Sinne des Wortes zeigten sie, dass sie „Born to be wild“ waren.

Das Lästern über ihre Mitbewohner konnten „Runningman“ Ansgar Backhaus und der leicht lädierte Bauer Bernhard Triphaus nicht lassen. Der „Sussumer Autobahnzubringer“, die neue Herrenumkleide im Eggerstübchen oder Eggermühlens Feuchtgebiet „Beverly Hills“ waren ihre brisanten Themen.

Der Sensenmann als Gleichmacher

Mit den von Isabell Landwehr und Aileen Kenkel gecoachten „EKV-Eleven“ ging es tänzerisch weiter, bevor die Elferratsfrauen zeigten, wo jenseits der 60 der Hammer hängt. Sie demonstrierten, dass sie „mit 66 Jahren“ rollatorunterstützt noch „Rock around the Clock“ aufs Parkett legen können.

Eine ganz eigene Interpretation des Märchens „Frau Holle“ zeigten „die jungen Wilden“ in einer abgedrehten Performance. Aber auch dabei siegten die Guten.

Seine ganz eigenen Gedanken über das Sterben gab Pfarrer Ansgar Stolte zum Besten. Verkleidet als Sensenmann verriet er, Leben sei der Anfang von Sterben. Schließlich seien Menschen erst gleich, wenn sie „verschieden“ wären.

Ein Duett mit Natalie kündigte dann Daniel Kortland an. Für seine mickrige Gage trat allerdings dann lediglich Olga auf, die die Tonlage von Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir „allerdings nur mit Helium im Hals erreichte.

Kleinwüchsig, blau und energiegeladen betraten dann die Schlümpfe der vierten Fußballmannschaft des SV Fortuna die Bühne. Bewaffnet mit Luftgitarren rockten sie den Saal.

Bei einem Kreuzworträtsel hatte Heiner Böhmann eine Flugreise gewonnen. Bieder und todernst beschrieb er seinen beschwerlichen Tripp von Münster nach El Urenal auf Malaria.

Bevor ein fulminantes Finale die Bühne in ein kunterbuntes Farbenmeer tauchte drehen noch einmal die „Huopfdohlen“ auf, fragten musikalisch „Was wollen wir trinken“, um dann bei einem Kasatschok die Fetzen fliegen zu lassen.