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Schwarze Witwen, rosa Schweinchen Frauen in Bersenbrück außer Rand und Band

Von Reinhard Rehkamp


rr Bersenbrück. Bersenbrücks Frauenkarneval kehrt an seine Ursprünge zurück. Zwei Tage lang feierten Schwarze Witwen und rosa Schweinchen fröhliche Urständ im Saal des Hotels Hilker.

Dort fand vor 16 Jahren die erste Karnevalssitzung der Katholischen Frauengemeinschaft statt, und nach Schließung des Hotels Hengeholt-Heuer, der traditionellen Heimstatt der Bersenbrücker Karnevals, bereitete Hilker den Frauen wieder die Bühne. Und das im Wortsinn, denn „Theater“ sei das Motto, begrüßte Moderatorin Elke Heile die weibliche Narrenschar.

Sie gehören zur Tanzgruppe „Blaue Ladies“. In Wirklichkeit sind Silvia Boße, Waltraud Heidemann, Petra Hilker, Andrea Rehkamp, Monika Wellmann allesamt Schwarze Witwen, deren nichtsnutzigen Ehemänner auf tragische Weise ums Leben kamen. Nun müssen sie noch ein paar Jahre sitzen, bis sie wieder zu haben sind.

Frieda (Eva-Maria Berek), die nette Frau von nebenan, hat ein Telefonproblem. In der guten alten Zeit ließ es sich am Kabel entlang auffinden. Im Handyzeitalter muss man jemanden anrufen, der einen anruft, damit man den Klingelton in der Wohnung orten kann.

Die neue Tanzgruppe „Die Kornröschen“ (Pia Ahaus, Benita Birse, Monique Birse, Heike Denningmann, Jennie Hoschek, Sabrina Holtkamp, Lena Kruthoff-Brüwer, Yvonne Rabenstein, Johanna Ringkamp, Ria Sandbrink, Katja Siebrecht) legte einen formidablen Erstlingsauftritt hin. In schweinchenrosa eroberten dann die „Schultenmädels“( Renate Bär, Veronika Diersing, Marlies Gramann, Ingrid Küthe, Kornelia Scherder, Sabrina Scherder, Maria Schulte, Gerlinde Tegenkamp) die Bühne und die Herzen mit dem Schweinetango. Eine Abschiedsvorstellung, denn die Formation, die von anfang an dabei war, will sich künftig auf eine Zuschauerrolle beschränken.

Hochzeitsmarathon

Wer piept denn da? Naturkundlerin Monika Wellmann, ging den Geräuschen des Frühlingsnacht und stieß auf die Prosecco-Lerchen Silvia Boße, Waltraud Heidemann, Petra Hilker, Andrea Rehkamp. Vor der Pause zeigten die KFD-Vorstandsdamen Elke Ahaus, Elisabeth Bekermann, Eva Hermes, Michaela Lohbeck, Stefanie Martinek, Anja Niemann, Ivonne Rauf, Walburga Siemer, Birgit Waschelowski, Katrin Wellmann und Kerstin Wille, was gleich unweigerlich passieren würde: vor dem Damen-WC bildeten sie eine lange Schlange.

Mit einem Lieder-Potpourri und im Zwiegesprächen Hasegrund-Sisters (Eva-Maria Berek, Anita Geppert, Elisabeth Hörnschemeyer) den Stadtklatsch aus. Auch die kirchlichen Ereignisse wie ein Hochzeitsmarathon mit etlichen traubereiten Paaren wurden spitz kommentiert. Sie regten an aus dem dem Hotel Hengeholt-Heuer eine Schönheitsfarm statt eine Außenstelle der Verwaltung. Oder wird die Bühne fürs stadtpolitische Kasperletheater im dritten Rathaus benötigt?

Die Flirtshow „Herzblatt“ ließen Elke Ahaus, Elisabeth Bekermann, Annegret Hacker, Anette Kruthoff-Brüwer, Martina Siesenis und Gisela Thöle“ wieder aufleben. Die Kuppelshow moderierte wie schon 1987 Rudi Carrell. Als Bauarbeiter begeister die Tanzgruppe „Hippies“ die Besucher (Sarah Heidemann, Katrin Heuer, Michaela Lohbeck, Stefanie Martinek, Ivonne Rauf, Anne Schuckmann).

Geld spielt keine Rolex für Eva-Maria Berek, Anita Geppert, die von ihren Einkäufen als Damen von Welt parlierten. Die „ABBA-Mädels“ Ann-Christin Hacker, Katharina Küthe, Jana Lampe animierten den Saal zum Mitklatschen und Mitsingen.

Zum Abschluss perlte die Laune, als die „Sektperlen“ ihren Auftritt in einen Tanz mit allen 70 Künstlern des Abends überleiteten. Elisabeth Bekermann bedankte sich namens des KFD-Vorstandes bei Moderatorin Elke Heile und allen, die zum Gelingen der Abende beigetragen hatten. Funkenmariechen waren Marion Botha, Melanie Kröger und Nicole Küthe um Technik und Musik kümmerten sich Richard Reinke und als DJ‘s Max und Marco.