Bauausschuss befürwortet den Umbau Hastruper Weg in Bersenbrück soll Fahrradstraße werden

Von Martin Schmitz

Der Hastruper Weg in Bersenbrück soll eine Fahrradstraße werden wie die Wörthstraße in Osnabrück. Symbolfoto: Gert WestdörpDer Hastruper Weg in Bersenbrück soll eine Fahrradstraße werden wie die Wörthstraße in Osnabrück. Symbolfoto: Gert Westdörp

Bersenbrück. Der Hastruper Weg in Bersenbrück soll Fahrradstraße werden. Der Bauausschuss befürwortet den Vorschlag der Verwaltung.

Der Hastruper Weg führt vom Westrand der Hastruper Siedlung bis zum Hasestauwehr. Radfahrer nutzen ihn als Verbindung zur Stadt, weil sie das für Kraftfahrzeuge gesperrte Stauwehr befahren dürfen. Insbesondere für Schüler ist er attraktiv, weil kürzeste Verbindung zwischen Hastrup und den Bersenbrücker Schulen.

Dem Bauausschuss bereitete er in jüngerer Zeit aber Kopfzerbrechen. Einerseits bedarf die Fahrbahn einer Sanierung. Was schwerer wiegt: Der TuS Bersenbrück wünscht zusätzliche Parkplätze vor seinem Hase-Stadion nicht weit vom Flussufer. Noch teilen sich Pkw und Fahrräder die Straße. Die SPD warf die Frage auf, ob ein Radweg her müsse, um Radler besser vor Unfällen zu schützen.

Radeln auf dem Gehweg

Der Bauausschuss diskutierte mehrere Entwürfe für diesen Radweg. Gespräche mit der Polizei, Verkehrswacht, Verkehrsbehörde und dem TuS Bersenbrück brachten nun den Durchbruch, hieß es in der Sitzung des Bauausschusses vergangenen Donnerstag: Nun liegt ein Entwurf für eine Fahrradstraße auf dem Tisch. Sie erhält einen Gehweg für Fußgänger, den Kinder bis zum Alter von zehn Jahren auch mit Fahrrad befahren dürfen. Damit wären sie außerhalb des Pkw-Verkehrs .

Der Definition nach sind in einer Fahrradstraße nur Radler zugelassen, mit Kraftfahrzeugen dürfen nur Anlieger hinein. Weil der Hastruper Weg eine Sackgasse ist, wären dies in diesem Falle genau wie zuvor die Besucher des Haseparkstadions und für ein paar Tage im Jahr Besucher des Reggae-Jam-Festvals, die auf den Flächen diesseits der Hase campen.

Die Fahrradstraße biete Radlern aber rechtlich wesentlich mehr Schutz, befürwortete Ex-Polizist Wolfgang Rathmann von der UWG Bersenbrück die Umstellung. Die Entscheidung muss nun der Stadtrat treffen.