Textilglasspezialist baut zweiten Standort in der Stadt Culimeta-Neubau „schön für Bersenbrück“

Von Martin Schmitz

Mit Front zur Werner-von-Siemens-Straße (links) und zum Bauunternehmen Kotte will Culimeta ein neues „Hauptquartier“ in Bersenbrück schaffen. Entwurf: Wiekowski ArchitektenMit Front zur Werner-von-Siemens-Straße (links) und zum Bauunternehmen Kotte will Culimeta ein neues „Hauptquartier“ in Bersenbrück schaffen. Entwurf: Wiekowski Architekten

Bersenbrück. Als klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Bersenbrück lobten Mitglieder des Bersenbrücker Bauausschusses das neue Firmenzentrum der Culimeta Textilglas Technologie GmbH.

Die Vorarbeiten zum Bau auf einem Grundstück im Gewerbegebiet West haben begonnen. Das in Bersenbrück beheimatete Unternehmen habe die Entscheidung für einen zweiten Standort in der Stadt nach reiflicher Überlegung getroffen, erklärt Geschäftsführer Vincent Cuylits in einer Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend. Er sei froh darüber, dass nun alles zusammenpasse und dass das 4,3 Hektar große Gelände genügend Platz für Erweiterungen biete.

In der ersten Ausbaustufe sei eine 3500 Quadratmeter große Halle geplant mit Front zur Werner-von-Siemens-Straße, erläutert Björn Fortmeyer vom Büro Wiekowski Architekten, zusammen mit der Wurst Stahlbau GmbH Generalunternehmer beim Bauprojekt. Architektonisch prägen soll den Eingang zum Firmengelände aber ein zweistöckiges Verwaltungsgebäude neben der Produktionshalle. Zwischen seinen Flügeln könnte das Labor platziert werden, das Polytechnikum, in dem Culimeta künftig eigene Entwicklungen verstärkt vorantreiben will.

Hinter dem Verwaltungstrakt führt von der Lohbecker Straße eine Feuerwehrzufahrt auf das Gelände. Sie könnte zur zweiten Zufahrt werden, falls das „Culimeta-Headquarter“, so die firmeninterne Bezeichnung, erweitert werden muss. Und das könnte in einigen Jahren schon der Fall sein, sagt dazu Vincent Cuylits. Vom Neubau sei „jeder Quadratmeter schon verplant“.

Neue Jobs

Das alte Firmengelände an der Max-Planck-Straße aufzugeben sei aber nicht vorgesehen, fügt er auf Nachfrage des Grünen Josef Weissmann hinzu. Lediglich die Verwaltung solle umziehen, die Produktion bleiben. Ob es bei den beiden nur wenige hundert Meter auseinanderliegenden Standorten auf Dauer bleiben wird, ist offen. „Was in zehn, 15 Jahren sein wird, das wird man sehen.“

Für den neuen Standort müsse das Unternehmen Mitarbeiter einstellen, fügt der Geschäftsführer hinzu. In der Halle werden Produktion und Lager für die neuen Unternehmenszweige Hauskanalsanierung (Relining) und innovativer Brandschutz (Innobra) untergebracht.

Als weltweit tätiges Unternehmen sei Culimeta auf schnelle Datenleitungen angewiesen, fügt er auf Nachfrage hinzu. Der neue Firmensitz brauche einen eigenen Glasfaseranschluss, die 50-MBit-Standardleitung sei eigentlich schon zu wenig. Wünschenswert sei ein 100 MBit-Standard, wie er etwa in den USA flächendeckend üblich sei.

Dass Culimeta seine Zukunft in der Stadt sieht, sei „schön für Bersenbrück“ kommentiert der Ausschussvorsitzende Rolf Gelinsky (CDU) gewohnt lakonisch.