Bauvorbereitungen im Niedersachsenpark Gewerbeaufsichtsamt genehmigt Gefahrstofflager bei Rieste

Von Marcus Alwes


Rieste. Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt hat die geforderte immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb eines Gefahrstofflagers im Niedersachsenpark an der A1 erteilt. Die Firma Imperial kündigte daraufhin den baldigen Start erster Erdarbeiten auf dem 2,8 Hektar großen Gelände an.

„Die Baustelleneinrichtung ist angelaufen“, verdeutlichte Michael Pohl als zuständiger Management-Sprecher der Imperial GmbH (Duisburg). In den kommenden Tagen sei deshalb an der Suthaarstraße (unweit des PSA-Logistikzentrums) mit ersten Baggeraktivitäten zu rechnen. „Im November oder Dezember 2018 wird das Lager fertiggestellt sein, inklusive Abnahme und Inbetriebnahme“, so Pohl weiter.

Der Imperial-Vertreter begrüßte zudem, dass für den 28. Februar (ab 19 Uhr, „Alte Küsterei“ auf Lage) durch die Gemeinde Rieste eine Bürgerversammlung einberufen worden sei, um Fragen der Bevölkerung zu dem Bauvorhaben zu beantworten. „Zwei Sprecher unseres Unternehmens stehen dazu zur Verfügung“, erläuterte Michael Pohl. Er gehe davon aus, dass dann das zurückliegende Genehmigungsverfahren keine Rolle mehr spielen werde, „aber Fragen zum Bauablauf und wie es dann weitergeht, an uns gestellt werden“. Dabei werden von den Veranstaltern an jenem Abend nicht nur interessierte Bürger aus Rieste erwartet, sondern auch aus Neuenkirchen-Vörden, das ebenfalls direkt am Niedersachsenpark liegt.

Unterlagen liegen im Rathaus in Rieste aus

Die vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg erteilte BImSchG-Genehmigung kann unterdessen schon jetzt in den Räumen der Gemeindeverwaltung in Rieste eingesehen werden. Der vollständige Bescheid und die Antragsunterlagen liegen dort laut einer Bekanntmachung der Behörde ab sofort und noch bis zum 21. Februar 2018 öffentlich aus. Ebenso können sich die Bürger über die Internetseite www.gewerbeaufsicht.niedersachsen.de („Bekanntmachungen Oldenburg-Emden-Osnabrück“) über die Genehmigung informieren.

Das Gefahrstofflager selbst wird auf einer Fläche von nicht ganz drei Hektar eine Lagerkapazität von bis zu 19100 Tonnen bieten. Errichtet wird der Hallenkomplex von der Firma Verdion, die das Gebäude dann langfristig an die Imperial GmbH vermietet. Durch die Anlage im Niedersachsenpark auf der Kreisgrenze des Osnabrücker Landes nach Vechta werden zwischen 50 und 70 zusätzliche, qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Das Investment in das Projekt liegt bei rund 15 Millionen Euro. Das neue Gefahrstoffzentrum wird jedoch eine reine Lagerstätte für Paletten, Container, Fässer und andere Behälter sein. Ein Umfüllen oder Abfüllen von Waren oder gar eine Produktion soll es am Standort Rieste nicht geben.