Firmen stellen sich vor „Hausmesse“ in der von-Ravensberg-Schule Bersernbrück

Von Franz Buitmann

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Bersenbrück. Die Uhr tickt: Für Oberschüler stellt sich spätestens in der neunten Klasse die Frage, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll. Schulen wie die von-Ravensberg-Schule helfen mit einer Art „Hausmesse“. Zwei Tage lang stellten sich elf Firmen und Institutionen aus der Region in Bersenbrück vor.

In der von-Ravensberg-Schule fand an zwei Tagen ein Berufsorientierungsprojekt für die neunten Klassen statt. Schulleiterin Diana Thomas, Sozialpädagogin Ute Zaun, Christoph Düvel als Fachleiter Wirtschaft und Koordinator Dominik Welp übernahmen dabei die Federführung. Sie weisen darauf hin, dass ab der Klassenstufe neun für die Schüler eine intensivere Auseinandersetzung mit etwaigen Berufswünschen beginne. Da stellte sich die Frage: Wie geht es nach Klasse 9 oder 10 weiter?

Um die Schüler nach der Feststellung ihrer Fähigkeiten und Neigungen und nach ersten Praktika bei der Orientierung und Suche tatkräftig zu unterstützen, arbeite die Schule seit Jahren eng mit Betrieben aus der Region zusammen. Zu der „kleinen betrieblichen Hausmesse“ für alle Schüler des neunten Jahrgangs kommen hier ansässige Betriebe in die Schule und präsentieren sich mit kleinen Aktionen und im Gespräch.

Das Projekt läuft seit einigen Jahren mit großem Erfolg. Schüler, Lehrer und auch die Betriebe betrachteten es einmütig als Gewinn. In diesem Jahr nahmen die Wiegmann Umformtechnik teil, Kreiling Futtermittel, Tellen Maschinenbau, Wurst Stahlbau, Ter Heide Gebäudetechnik, der Wasserverband Bersenbrück, PPS Pipeline Systems GmbH, der Pflegedienst ASD, Ford Wernsing, Paul Schockemöhle Logistics, die Fachschule Heilerziehungspflege in Quakenbrück in Verbindung mit der Paul-Moor-Schule Bersenbrück. Die Schule bemühe sich um eine große Bandbreite regionaler Ausbildungsberufe und hoffe, dass die Schüler mit dem Projekt viele Informationen und Eindrücke erhalten.

Tipps vom Azubi

Für ein Gespräch an einem Betriebsstand haben die Schüler 20 Minuten Zeit, danach müssen sie eine Station weiter. Am Ende des Tages setzen sich die Schulvertreter und die Betriebe zu einem Reflexionsgespräch zusammen. Dort wird festgestellt, was gut lief und was verbessert werden müsste.

Im Rahmen des Projektes konnten sich die Betriebe als ausbildendes Unternehmen vorstellen, erste Kontakte zu potenziellen Auszubildenden knüpfen und über die Ausbildungsmöglichkeiten im jeweiligen Unternehmen informieren. Die Schüler können berufliche Tätigkeiten ausprobieren. Das hilft ihnen, ihre praktischen Fähigkeiten besser einzuschätzen. Das hilft, das Risiko zu senken, den falschen Beruf zu wählen, die Ausbildung abzubrechen und in einem anderen Beruf von vorn anzufangen.

Die Schüler hatten die Gelegenheit, sich bei den Betrieben danach zu erkundigen, in welchen Berufen man sich ausbilden lassen kann, welchen Abschluss man dafür braucht, welche Anforderungen schulischer, fachlicher und sozial-persönlicher Art gestellt werden, wo die Ausbildung stattfindet und wie lange die Ausbildung dauert.

Als Ansprechpartner hatten die Betriebe auch Auszubildende mitgebracht. Die konnten die Schüler auch danach fragen, wie viele Auszubildende der Betrieb hat, was dem Auszubildenden besonders an der Ausbildung und am Betrieb gefällt, ob ein Praktikum im Betrieb stattfinden kann und wie man sich dafür bewerben muss. Die Azubis konnten auch Tipps geben für eine Bewerbung in ihrem Betrieb.

Sowohl durch praktische Arbeiten als auch in offenen Gesprächen konnten sich die Schüler wertvolle Informationen für ihre Berufsfindung beschaffen, wie zum Abschluss des Projekts von allen Seiten übereinstimmend festgestellt wurde. Schule und Betriebe zeigten sich sehr zufrieden, eine Wiederholung des Projektes im nächsten Jahr sei wünschenswert.


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