LED-Straßenleuchten Ankum in einem neuen Licht

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Ankum. Die Gemeinde Ankum hat damit begonnen, ihre Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umzustellen. Der Gemeinderat will aber noch mehr: Die Umstellung könnte der Einstieg sein in eine „intelligente Beleuchtung“ im Zentrum und im Park um den Ankumer See.

Die Europäische Union hat das Ende der Quecksilberdampfleuchte verordnet, und vielleicht hat sie damit auch das Ende der „Lichtverschmutzung“ eingeläutet. Die HQL genannten Leuchten alten Typs gelten nicht nur wegen ihres giftigen Quecksilberanteils als problematisch und wegen ihres Energieverbrauchs. Sie verteilen ihr Licht nach allen Seiten. Straßenleuchten machen zwar den öffentlichen Raum taghell, aber das Licht nimmt keine Rücksicht auf die private Sphäre oder den Biorhythmus. Es leuchtet auch den Garten, den Hinterhof oder das Schlafzimmer aus. Es macht Ballungsgebiete sogar aus dem Weltraum erkennbar.

Von Vorteilen überzeugt

Doch unten auf der Erde findet gerade eine Umstellung statt. Sie wird sozusagen in ein neues Licht getaucht. Die neuen Diodenleuchten sind nicht nur extrem sparsam im Verbrauch, sie leuchten gebündelt in eine bestimmte Richtung. Wo vorher ein tagheller Platz für gefühlte Sicherheit sorgte, kann es jetzt mitunter dunkle Ecken geben.

Alles eine Frage der Einstellung der Leuchten, weiß Klaus Menke. Ankums Vizebürgermeister weist darauf hin, dass Reflektoren das Licht der Diodenleuchten bündeln und ausrichten. Mitunter führt das auch zu Blendeffekten. Wenn es Probleme mit der LED-Beleuchtung geben sollte, sollten die Ankumer sich an die Gemeinde wenden, rät er.

An der alten Beleuchtungstechnik festhalten wird der Ort so oder so nicht können. Und Menke ist wie Bürgermeister Detert Brummer-Bange und der Gemeinderat überzeugt von den Vorteilen der LED-Technik und von den Chancen, die sie bieten könnte.

In der Dezembersitzung des Gemeinderates stellte ein Mitarbeiter der RWE-Tochter Innogy SE ein Konzept für die Umstellung alter Leuchten im Ort vor. Demnach bietet das System der Straßenbeleuchtung noch eine Menge Einsparpotenzial.

Auf Antrag der UWG beschloss der Rat danach einmütig, den fälligen Austausch der HQL-Leuchten in diesem Jahr vorzunehmen, mit öffentlicher Förderung und in Zusammenarbeit mit dem Innogy-Regionalableger Westnetz. Außerdem sollen die Leuchten künftig zwischen 23 Uhr und 5.30 Uhr auf die Hälfte ihrer Leistung zurückgefahren werden. Daraus soll sich eine weitere Stromeinsparung von 23 Prozent ergeben, heißt es im Antrag.

Smart City Ankum

Der Gemeinderat ging sogar noch einen Schritt weiter. Straßenlaternen sollen in Zukunft mehr können als nur Licht geben, erläutern Brummer-Bange und Menke. Sie könnten mit Sensoren ausgestattet werden, die den Weg zu freien Parkplätzen weisen könnten.

Sie könnten Sender und Empfänger für freie Internetzugänge aufnehmen und Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos. All diese Entwicklungen, zusammengefasst unter dem Stichwort „Smart City“, sind für einen staatlich anerkannten Erholungsort wie Ankum interessant.

Michael Wrocklages Planungsbüro EPB, das in Ankum ansässig ist, soll nun prüfen, ob und wenn ja, welche Formen intelligente Leuchten für die Hauptstraße, den Neuen Marktplatz und den Park um den Ankumer See von Interesse sein könnten.


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