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16.01.2018, 16:56 Uhr SATZUNG DES WASSERVERBANDES

Bersenbrücker Raider-Twix-Phänomen

Ein Kommentar von Martin Schmitz


Zentrale des Wasserverbandes Bersenbrück. Foto: Nicky Seidenglanz/ Wasserverband BersenbrückZentrale des Wasserverbandes Bersenbrück. Foto: Nicky Seidenglanz/ Wasserverband Bersenbrück

Bersenbrück. Es mag rechtlich notwendig sein, die Satzung des Wasserverbandes Bersenbrück anzupassen. In der Praxis dürfte sich aber wenig ändern. Dazu ein Kommentar.

„Raider heißt jetzt Twix – sonst ändert sich nix!“: Dieser Werbeslogan sorgte 1991 für Schmunzeln und Stirnrunzeln. Ein führendes deutsches Süßwarenunternehmen versuchte damit, eine Namensänderung für einen Schokoriegel seinen Kunden zu erklären. Eine Namensänderung, keine Änderungen am Produkt. Es ging lediglich um eine Vereinheitlichung, weil der Schokoriegel in Deutschland unter einem anderen Namen verkauft wurde als in anderen Ländern.

Die Auseinandersetzung zwischen dem Fürstenauer Heinz-Georg Overhoff und dem Wasserverband Bersenbrück erinnert ein wenig an das Raider-Twix-Phänomen. Es mag beruhigend sein, die Abgabensatzung des Wasserverbandes juristisch wasserdicht zu machen. Es ist aber nicht zu erkennen, dass die Satzung in ihrer alten Form den Wasserverband daran gehindert hätte, seine Aufgaben zu erfüllen. Und die besteht darin, seine Kunden mit Trinkwasser zu versorgen und ihr Schmutzwasser zu reinigen.

Diese Aufgabe vollzieht der Wasserverband in einem Rahmen komplizierter technischer und rechtlicher Bedingungen. Da mag es von Nutzen sein, dass einer mit Argusaugen wacht. Doch wenn dieser Wächter mit einem Wust schriftlicher Eingaben die Arbeitskraft von Verbandsmitarbeitern bindet und ständig Ausgaben für juristische Expertise erfordert, dann ist der Preis für diese Kontrolle hoch.


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