Post-Mitarbeiter spenden Alfhausen: Noch ein Transport für Königsberghilfe

Von Margarete Hartbecke



Alfhausen. Noch einmal ist ein Hilfsgütertransport Richtung Kaliningrad gegangen. Organisiert haben das die Aktiven der Königsberghilfe zusammen mit der Niederlassung Brief Münster der Deutschen Post AG.

Wenn ein engagiertes Team ein gut funktionierendes Hilfssystem aufgebaut hat, läuft es fast von allein weiter, auch wenn es offiziell eingestellt wurde. So auch bei der Königsberghilfe, die seit vielen Jahren Projekte im russischen Kaliningrad (früher: Königsberg) unterstützt und etliche Hilfstransporte durchgeführt hatte. Aus Kosten- und Personalgründen waren die Transporte eingestellt worden, das Kinderhaus, die Ambulanz und die Suppenküche werden aber weiter unterstützt.

Nichtsdestotrotz wurden kürzlich weitere Hilfspakete mit Kleidung, Schuhen und Spielzeug auf den Weg gebracht. Ermöglicht hat das die Go-Help-Aktion der Deutschen Post und hier speziell die Niederlassung Brief Münster aus Greven, zuständig für Briefe und Pakete der Postleitzahlebezirke 48 und 49. Die Mitarbeiter hatten 300 Hilfspakete gesammelt und auf Postfahrzeuge verladen. Außerdem spendierte die Post neue Kochtöpfe und Küchenutensilien für das Kinderhaus in Kaliningrad.

Kloster verteilt

Johannes Stürenberg als ehemaliger Postfahrer, sein Kollege Bernhard Gerbert und Theodor Große Starmann haben kräftig mit angepackt. In Osnabrück wurden noch ausrangierte Tische und Stühle der Ameos-Klinik zugeladen und bis zum polnischen Kloster Braniewo (Braunsberg) an der russischen Grenze gebracht. Das Kloster übernahm die Einlagerung und Verteilung der Hilfsgüter an das Kinderhaus in Kaliningrad im kleinen Grenzverkehr. Durch diesen Zwischenschritt können immense Zollgebühren und Kosten für russische Spediteure gespart werden.

Bernhard Strunk, Koordinator der Go-Help-Aktion der Deutschen Post, freute sich auch darüber, dass außerdem 387,44 Euro aus der Spendendosensammlung unter Mitarbeitern der Deutschen Post an die Caritas Königsberghilfe übergeben werden konnten. „Seit sieben Jahren unterstützt die Niederlassung Brief Münster im Rahmen des konzernweiten Global Volunteer Day mit Go-Help-Aktionen das Kinderhaus und die Suppenküche in Kaliningrad. Die Hilfe ist dringend nötig, denn die russische Landbevölkerung ist häufig viel ärmer als die Menschen in den Städten. Besonders hart trifft es die Alleinerziehenden und Hilfsbedürftigen in der Region Kaliningrad. Das Kinderhaus kann jede Unterstützung gut gebrauchen“, erklärt Strunk den zusätzlich durchgeführten Hilfstransport.


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