Neujahrsempfang der Gemeinde Kettenkamper starten optimistisch ins neue Jahr

Von Heinz Benken



Kettenkamp. Mit Erfolgsstrategien ist die Gemeinde Kettenkamp ins neue Jahr gestartet. Auch der Gastvortrag beim Neujahrsempfang in der Schulaula reihte sich in den optimistischen Blick nach vorn ein.

Abwechselnd laden in Kettenkamp die Gemeinde und die beiden Kirchengemeinden zu Beginn des Jahres zum Neujahrsempfang ein. Am Sonntagvormittag bot die neue Aula der Keding-Grundschule den idealen Rahmen für die zahlreichen Gäste. Pfarrer Ansgar Stolte und Pastor Bernd Schreinecke-von Clausewitz hoben in ihren Grußworten zunächst die gute Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde hervor. Die Politiker nutzen die Gelegenheit, auf das vergangene kommunalpolitische Jahr zurückzublicken, und stellten neue Projekte vor.

Der Neujahrsempfang für die ehrenamtlich Aktiven sollte bewusst auch unterhaltsam sein. Persönlichkeitstrainerin Ingeborg Pflicht aus Oldenburg motivierte die Gäste und Kommunalpolitiker zu einem erfolgreichen Leben und dazu, mindestens achtmal am Tag zu lachen. Und die Entertainerin verriet Bürgermeister Reinhard Wilke, wie Kettenkamp das Projekt Turnhalle am erfolgreichsten realisieren kann.

Der Bürgermeister hatte zuvor in seiner Neujahrsansprache den Bau der neuen Turnhalle bereits als „sicher“ erklärt. Er rechne dank der in Aussicht stehenden Fördermittel damit, dass „eine Million im Sack sind“, und die Gemeinde den Rest finanzieren könne. Eine zeitliche Verzögerung habe sich allerdings durch den Wechsel der Landesregierung ergeben. Sein Stellvertreter Werner Lager, der als stellvertretender Landrat die Situation im Landkreis positiv wertete, verwies auf die inzwischen „stabile Regierung“ in Hannover, von der die Kommunen nun eine stärkere Unterstützung erwarten dürfen. „Wir haben viele Investitionen vor uns, doch gemeinsam werden wir es schaffen.“

Auch Michael Johanning, Stellvertreter als Bürgermeister und Samtgemeindebürgermeister, stimmte dieser optimistischen Sichtweise zu: „Uns geht es in der Samtgemeinde sehr gut.“ Die jüngste Strukturhilfe des Landkreises und der Samtgemeinde für die Gemeinden Kettenkamp, Gehrde und Eggermühlen sei ein motivierender Anschub für die nun anstehenden infrastrukturellen Maßnahmen der nächsten Jahre im Bereich Wirtschaft und Bildung.

Reinhard Wilke sparte in seinem Rück- und Ausblick nicht mit humorvollen Anspielungen. Mit Blick auf seine beiden Vorredner stellte er fest, dass die Gemeinde Kettenkamp im Landkreis und in der Samtgemeinde „gut vertreten ist“. Da könne der Bürgermeister in Ruhe im Hintergrund arbeiten. Die konstruktive Zusammenarbeit von CDU und SPD in Kettenkamp sollte sich Berlin doch zum Vorbild nehmen. „Bei uns funktioniert die Groko seit vielen, vielen Jahren.“ Auch das Zusammenwirken von Gemeinde, Kirche und Schule sei in Kettenkamp vorbildlich, betonte der Bürgermeister. Und das ehrenamtliche Engagement der Bürger lasse nicht zu wünschen übrig und decke auch die Jugendpflege ab.

Wilke skizzierte als größere Projekte des laufenden Jahres neben dem Turnhallenbau den neuen Wohnpark Wiesengrund, den Kreisverkehr in Richtung Ankum/Nortrup, den Straßenausbau in Richtung Berge/Bippen, den Neubau der Schule und die Neubauten im Ortskern. Er hoffe, dass über die Dorferneuerung weitere Maßnahmen im Ortskern umgesetzt werden können. „2018 werden wir genügend zu tun haben“, betonte er.


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