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10.01.2018, 17:57 Uhr MEINUNG

Der Segen kommt nicht überall an

Ein Kommentar von Martin Schmitz


Der Niedersachsenpark ist ein Symbol für den Aufschwung in der Samtgemeinde Bersenbrück. Allem Wachstum der vergangenen Jahrzehnte zum Trotz machen ihren kleinen Mitgliedsgemeinden immer noch mit strukturelle Probleme zu schaffen. Foto: Marcus AlwesDer Niedersachsenpark ist ein Symbol für den Aufschwung in der Samtgemeinde Bersenbrück. Allem Wachstum der vergangenen Jahrzehnte zum Trotz machen ihren kleinen Mitgliedsgemeinden immer noch mit strukturelle Probleme zu schaffen. Foto: Marcus Alwes

Bersenbrück. Obwohl die Samtgemeinde Bersenbrück mit Wirtschaftszahlen glänzt, ist die Strukturhilfe für ihre kleinen Mitgliedsgemeinden durchaus angebracht. Dazu ein Kommentar.

Die Samtgemeinde Bersenbrück glänzt mit dem größten Wachstum an Bevölkerung und Wirtschaftskraft aller Gemeinden im Osnabrücker Land. Trotzdem kommt der Segen nicht überall im gleichen Maße an. Die großen Gemeinden profitieren mehr als die kleinen. Insofern ist die Strukturhilfe, an der sich die großen Gemeinden über die Samtgemeinde beteiligen, durchaus angebracht.

Überhaupt könnten Gemeinden wie Eggermühlen, Kettenkamp und Gehrde mit einer Größenordnung von weniger als 2500 Einwohnern nicht selbstständig überleben, wenn sie der Solidarverband der Samtgemeinde nicht stützen würde. Dies war der Grund, warum man vor mehr als 40 Jahren das Konstrukt der Samtgemeinde für weite Teile des Nordkreises als kommunale Struktur wählte. Sie ermöglicht kleinen Einheiten in dünn besiedelten Räumen die Selbstständigkeit.

Diese Eigenständigkeit ist immer noch Dogma der Politik in der Samtgemeinde Bersenbrück. Man muss auch nicht unbedingt der Einheitsgemeinde das Wort reden. Die übergemeindliche Zusammenarbeit zu stärken, Beispiel Niedersachsenpark, könnte aber viele Vorteile bringen.


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