Herausforderungen und Versöhnliches Bersenbrück: Zwei Ausstellungen über das Altern

„Weit entfernt und doch so nah“ hat die Fotografin Sandra Niermann ihr Motiv genannt, auch sie hat am Fotowettbewerb des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teilgenommen. Foto: Sandra Niermann„Weit entfernt und doch so nah“ hat die Fotografin Sandra Niermann ihr Motiv genannt, auch sie hat am Fotowettbewerb des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teilgenommen. Foto: Sandra Niermann

Bersenbrück. Mit „Was heißt schon alt?“ und „Altersarmut – Nein Danke“ nehmen sich ab dem 29. Januar gleich zwei Ausstellungen der zweiten Lebenshäfte und ihren Herausforderungen an. Zu sehen sind die Bilderschauen im Medienforum Bersenbrück.

Am Montag, 29. Januar, 16 Uhr, wird in der Bücherei im Medienforum in Bersenbrück die Wanderausstellung „Was heißt schon alt?“ eröffnet. Diese Ausstellung zeigt eine Vielzahl gelungener Beiträge des gleichnamigen Video- und Fotowettbewerbs des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Programm Altersbilder. Die Ausstellung präsentiert anhand ausgesuchter und zum Teil prämierter Fotos diverse Facetten von Lebenssituationen alter Menschen. Der Schwerpunkt der Motive liegt dabei deutlich auf den positiven Aspekten individueller Lebensgestaltung und zwischenmenschlicher Kontakte. Es sind anrührende, vielfach humorvolle Momentaufnahmen, die zum Genießen, Schmunzeln und Nachdenken einladen und in jedem Fall ein ganz klares Ja zum Leben deutlich machen, altersbedingte Einschränkungen hin oder her.

Eine Reihe weiterer Aktionen geplant

„Mit dieser Ausstellung werden nicht nur Lebensentwürfe und Lebensqualitäten alter Menschen vorgestellt, sie soll gleichzeitig auch anregen zum Nachdenken über eigene Lebensperspektiven im Alter, zum gesellschaftlichen Umgang mit alten Menschen und ermutigen zu austauschenden Gesprächen über dieses umfassende Thema“, erklärt Gabriele Linster, Seniorenbeauftragte der Samtgemeinde ihre Intention, die Wanderausstellung nach Bersenbrück zu holen. Die Ausstellung ist zugleich Auftakt für eine Reihe weiterer Aktionen in diesem Jahr zur Thematik des Altwerdens und Altseins. Die rund vierwöchige Ausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten der Bibliothek zugänglich und eignet sich auch für Gruppen und Vereine.

Anregung für vielerlei Diskussionen

Parallel zu dieser Wanderausstellung ist die Ausstellung „Altersarmut – Nein Danke“ der Gleichstellungsbeauftragten des Nordkreises zu sehen, ebenfalls in den Bibliotheksräumen im Medienforum. Mit Zeichnungen und Fotografien zeigt sie einen anderen Aspekt des Alters auf: die besonders für Frauen oft mangelhafte Existenzsicherung durch unzureichende finanzielle Vorsorge. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der beiden Ausstellungen bilden einen zusätzlichen Reiz in der differenzierten Betrachtung der Altersthematik und natürlich auch vielfache Anregungen zu weiteren Diskussionen.


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