Mutter sucht Absender Siebenjähriger Quakenbrücker bekommt Post von seiner Oma aus dem Himmel

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Sechs Wochen nach der Beerdigung seiner geliebten Oma, bekam der siebenjährige Luis diese Antwortkarte. Foto: Christine Tinka RuthenburgSechs Wochen nach der Beerdigung seiner geliebten Oma, bekam der siebenjährige Luis diese Antwortkarte. Foto: Christine Tinka Ruthenburg

Quakenbrück. Engel gibt es nicht? Vielleicht doch. Bei der Beerdigung seiner geliebten Oma schickte der kleine Luis aus Quakenbrück ihr per Luftballon eine Postkarte in den Himmel. Einige Wochen später lag eine Antwort im Briefkasten. Nun sucht Luis‘ Mutter nach dem wahren Absender.

„Natürlich werde ich immer Dein Schutzengel sein und gut auf Dich aufpassen“, lautet die Antwort. „In Liebe, Deine Oma.“ Und: „Ich habe Dich sehr lieb, Luis!“ Über die Online-Plattform Facebook sucht Luis‘ Mutter Christine Tinka Ruthenburg jetzt die Absenderin oder den Absender, um sich zu bedanken. „Luis und ich haben vor Freude geweint“, schildert sie das Auffinden der Antwortkarte. Ihr Beitrag wurde mittlerweile mehr als 10.000 Mal geteilt.

Ruthenburgs Mutter starb vor sechs Wochen – für alle sehr plötzlich und unerwartet, sagte sie unserer Redaktion. Für Luis sei es das erste Mal gewesen, dass er sich von einem geliebten Menschen verabschieden musste. Auf die Idee mit der Postkarte sei die Bestatterin gekommen. Es sei wichtig für den Siebenjährigen gewesen, sich auf seine Art verabschieden zu können und bei der Beisetzung eine Aufgabe zu haben, sagt seine Mutter. „Am Grab ließ Luis nun seinen Ballon mit einer Postkarte aus Mamas Heimat Essen Oldenburg steigen“, so Ruthenburg. Dort habe auch die Beerdigung stattgefunden. Als Absender habe der Junge korrekt seine Adresse angegeben – verbunden mit dem Wunsch, „dass Oma doch bitte versuchen solle, ihm zu antworten“, so Ruthenburg. „Dass dies tatsächlich passiert, ist ein großer Segen, denn wir alle vermissen meine Mama ganz wahnsinnig.“ Vor allem ihr Sohn könne sehr viel Kraft aus der kleinen Antwortkarte ziehen.

Nur weiß Christine Tinka Ruthenburg eben nicht, wer sie abgeschickt hat. Sie hofft, über die sozialen Medien den Absender zu finden, um sich bei „diesem besonderen Menschen“ zu bedanken.


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