Bier, Brezeln, Blasmusik Beim Quakenbrücker Oktoberfest feiern Jung und Alt

Von Bjoern Thienenkamp



Quakenbrück. Die großen ausgeschnittenen Brezeln und die überschäumenden Bierkrüge an den Wänden der Artland Arena zeigen, was es beim zehnten Oktoberfest der Burgmannskapelle in Quakenbrück zu konsumieren gibt. Hinzu kommt vor den Türen der verlockende Duft von leckeren Burgern. Und natürlich das Musikprogramm auf der Bühne, angefangen von der Burgmannskapelle, vollendet von der Band Bayernstürmer.

„Das Konzept hat sich seit zehn Jahren bewährt, das bleibt auch so“, stellt Rainer Calvelage fest. Nach den Anfängen in der Sporthalle Artland sei dies nun das dritte Oktoberfest in der Artland Arena. „Weil Luke Mockridge hier am Donnerstagabend aufgetreten ist, konnten wir nicht wie sonst am Donnerstagmittag mit dem Aufbau beginnen“, bedauert der Erste Vorsitzende der Burgmannskapelle. „So hatten wir nur am Freitag acht Stunden Zeit. Das machen ja unsere eigenen Leute, wir haben kein Fremdpersonal dabei“, schildert der 60-Jährige. Ohne den Rückhalt der Musiker würde das nicht funktionieren.

„Lediglich den Himmel haben wir der Halle angepasst, um den Oktoberfestcharakter zu transportieren, so haben wir die Arena in eine Festhalle verwandelt, das funktioniert nur im Team“, ergänzt Ralph Hanheide. „Unser Fest ist eine Veranstaltung für Jung und Alt, obwohl wir das Phänomen nicht verstehen, bei Blasmusik ein jünger werdendes Publikum zu haben“, schildert der Schriftführer. „In den ersten drei Jahren kamen die Jugendlichen erst nach Mitternacht, wenn die Abendkasse geschlossen hatte, aber nun haben wir etwa zu 60 Prozent junge Leute“, erklärt Hanheide. „Auf zwei Stunden Burgmannskapelle folgen nach einer Umbaupause fünf Stunden Bayernstürmer, das ist die Wiesn-Zeit in Quakenbrück!“, resümiert der Musiker.

„Sogar der Bürgermeister aus Badbergen ist gekommen, wir werden jetzt samtgemeindeweit“, freut sich Calvelage bei der Begrüßung der Gäste, das obligatorische Fass wird hereingerollt und Quakenbrücks Bürgermeister Matthias Brüggemann schwingt unter den drei festlichen Kränzen an der Decke den Holzhammer. Das erste Bier fließt, die Party kann beginnen. Dirigiert von Viktor Göbel unterhält die natürlich ebenfalls bayrisch gekleidete Burgmannskapelle ihre Gäste. Am späteren Abend erklimmen sechs Musiker und eine Sängerin die Bühne und erfreuen das Publikum bis weit nach Mitternacht als Bayernstürmer.

Und warum strömt junges Volk zu so einem Fest? „Ich komme hauptsächlich her, weil viele Freunde in der Burgmannskapelle spielen, das ist einfach eine Herzensangelegenheit“, antwortet Alexandra Lau. „Zusammen mit der Familie, also den Eltern, der Cousine, der Tante und dem Onkel, feiere ich schon seit fünf Jahren hier“, erklärt die 19-Jährige. „Hier kommen die Generationen zusammen, das ist eine schöne Gelegenheit, es macht einfach Spaß“, findet auch die gleichaltrige Céline Lebescond.

Und was ist das Geheimnis der Wiesn-Burger? „Da kommen Weißkraut und Radieschen rein, hinzu kommt süßer Senf, das gibt den bayrischen Akzent“, verrät Sajo Dzinic. „Außerdem bieten wir Leberkäse, frische Laugenbrötchen und leckere Bierknacker“, freut sich der Inhaber vom Beef Chief. „Für 1200 Leuten haben wir 500 Brezeln und 400 Burger eingeplant“, sagt der 28-Jährige.


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