SPD-Fraktion möchte Resolution Werkverträge beschäftigen den Artländer Rat

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<em>Der Rummel</em> in Badbergen war am Mittwoch beim Besuch des Ministerpräsidten groß. Foto: Bernhard BrinkmannDer Rummel in Badbergen war am Mittwoch beim Besuch des Ministerpräsidten groß. Foto: Bernhard Brinkmann

pm/ja Quakenbrück/Badbergen. Der Missbrauch von Werkverträgen und fragwürdige Massenunterkünfte beschäftigen derzeit nicht nur den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, der sich am Mittwoch erschüttert gezeigt hat über die Zustände in der alten Molkerei Badbergen. Auch der Rat der Samtgemeinde Artland wird sich dem Thema beschäftigen.

Auch im Artland gibt es Unterkünfte, die zumindest hinterfragt werden müssen. Darauf haben Leser unter anderem auf der Facebook-Seite des Bersenbrücker Kreisblattes hingewiesen ( www.facebook.com/ bersenbrueckerkreisblatt ). Angesichts der gegenwärtigen Debatten fordert nun die SPD-Fraktion im Rat der Samtgemeinde, dass das Gremium den Missbrauch von Werkverträgen und die menschenunwürdige Unterbringung und Ausbeutung von Arbeitnehmern verurteilt.

In enger Kooperation mit anderen Behörden wie dem Landkreis solle sich die Samtgemeinde einen Überblick über die Lebens-, Wohn- und Arbeitsverhältnisse ausländischer Werkvertragsarbeitskräfte verschaffen, heißt es in dem Resolutionstext. Sammelunterkünfte sollten erfasst und regelmäßig kontrolliert werden. Weiterhin solle die Samtgemeinde die Beseitigung von brandschutztechnischen, hygienischen und baulichen Mängeln kompromisslos einfordern. Gesetzesverstöße müssten empfindlich geahndet werden. Auch sei eine Beschwerdestelle notwendig. Es sei allgemein bekannt, dass ausländische Werkvertragskräfte auch in der Samtgemeinde Artland untergebracht seien, heißt es abschließend.


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