Vor 25 Jahren wiederbelebt Artländer Renntag – ein Shooting Star des Turfs

Von Alexandra Lüders

Spektakulär nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer: Das Seejagdrennen im Hasepark lockt auch in diesem Jahr wieder internationale Starter in den Hasepark. Foto: Alexandra LüdersSpektakulär nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer: Das Seejagdrennen im Hasepark lockt auch in diesem Jahr wieder internationale Starter in den Hasepark. Foto: Alexandra Lüders

Quakenbrück. Am 6. September 1992 wurde der Quakenbrücker Renntag vom Vorsitzenden Gerhard Karrenbrock , Geschäftsführer Hermann zur Lage sowie Helfern und Sponsoren wiederbelebt. Am 3. September lädt der Verein nun schon zum 26. Renntag ein.

Damals richtete der Artländer Rennverein bereits neun (heute 14) Prüfungen für Galopper, Traber und Ponys im Haseparkstadion an der Dinklager Straße aus. Ein Novum im Programm war der Kutschenkorso und ein computergestützter Totalisator, der die Wetter schnell über die Gewinnquoten informierte. Erstmalig in seiner Geschichte hält der Verein den Rennbetrieb über 25 Jahre erfolgreich am Leben. Eine schöne Bilanz, die schwierigen Wetterlagen, dem Sterben der kleinen Rennplätze und diversen Sicherheitsproblemen trotzte. Am 3. September lädt der Verein wieder die ganze Familie zum 26. Renntag der Neuzeit ein, denn es gibt seit 1992 auch einen Spieleparcours für Kinder.

Einmaliges Ambiente lockt weit über 10.000 Besucher

Die alten Gebäude rund um den Natursee, ehemalige Fliegerbadeanstalt, wurden restauriert, 2000 Meter Rails gebaut und ein attraktives Rennprogramm auf die Beine gestellt. Seit 1992 lockt dieses einmalige Ambiente rund 10.000 Besucher ins Artland, wo Landschaftsplaner eine öde Graswildnis in ein Naturparadies für Flora und Fauna verwandelten. Der Neustart avancierte zum Bilderbuch-Auftakt, denn zu tausenden strömten die Besucher in den Hasepark, der den Ansturm personell noch so gar nicht gewachsen war. Voll besetzte Felder bei Trabern und Galoppern steigerten die Spannung bei den wettlustigen Zuschauern. Die Resonanz war hier überwältigend, denn an dem Wochenende liefen in ganz Nordwestdeutschland keine Galopprennen.

Kutschenkorso als besonderer Leckerbissen

Das Seejagdrennen, das übrigens schon seit 1949 im Programm ist, lockte bereits damals internationale Starter mit ihren Spitzenpferden aus Deutschland, Polen, Dänemark und Tschechoslowakei ins Artland. Von Anfang (bis heute) war der Erfolgstrainer Christian Freiherr von der Recke mit von der Rennpartie in Quakenbrück. Seit der Wiederbelebung (1992) lobte er wie viele andere Aktive und Zuschauer das erstklassige Geläuf und den Volksfestcharakter der Veranstaltung. Mit 22 Gespannen servierten die Kutschfahrer dem Publikum einen malerischen Farbtupfer inmitten des turbulenten Renngeschehens . Ein Leckerbissen vor allem für die ältere Generation ist der Kutschenkorso, den Heino Rüter seit 25 Jahren selbstständig organisiert.

Wettumsätze auf mehr als 122.000 Euro gestiegen

Inzwischen sind die Wettumsätze auf mehr als 122.000 Euro (2016) gestiegen, während dank der treuen Sponsoren insgesamt Rennprämien zwischen 50.000 bis 60.000 Euro ausgeschüttet werden. Auch der Eintrittspreis ist im Laufe der Jahre von 2,50 DM auf sieben Euro erhöht worden. Das Image des Quakenbrücker Renntages könnte derzeit nicht besser sein – er hat sich eine Spitzenposition unter den ländlichen Rennbahnen Nordwestdeutschlands erarbeitet.

Weitere Infos unter www.artlaender-rennverein.de


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