Unternehmen mit 140 Mitarbeitern MIT Artland besichtigt Badbergen Kleintierkrematorium

Beeindruckt waren die Mitglieder der Mittelstandsvereinigung Artland von der Entwicklung des Kleintierkrematoriums Im Rosengarten. Foto: MIT ArtlandBeeindruckt waren die Mitglieder der Mittelstandsvereinigung Artland von der Entwicklung des Kleintierkrematoriums Im Rosengarten. Foto: MIT Artland

Badbergen. Das Kleintierkrematorium Im Rosengarten der Familie Nietfeld in Badbergen haben Mitglieder der Mittelstandsvereinigung (MIT) Artland besichtigt. Ihr Eindruck hinterher: Die Teilnehmer waren beeindruckt, wie aus einer mittlerweile fast 20 Jahre alten Idee ein deutschlandweit agierendes Unternehmen mit mehr als 140 Mitarbeitern geworden ist, von denen 40 in Badbergen arbeiten.

In der Runde der Teilnehmer entwickelte sich gleich ein lebhafter Austausch, konnten sich doch viele Anwesende noch an die Diskussionen rund um und auch an die Proteste gegen die Errichtung des Kleintierkrematoriums zur Jahrtausendwende erinnern. Der erste Eindruck und die nicht vorhandene Geruchsemission auch in direkter Nähe der bis zu 1100 Grad Celsius heißen Öfen bei laufendem Betrieb legten nahe, dass diese weitgehend unbegründet waren, schreibt die MIT in einer Pressemitteilung. Mitarbeiter Lars Gärtner führte die Gruppe über das Gelände. Die Besucher überzeugten sich davon, dass trotz aller wirtschaftlicher Aspekte der pietätvolle Abschied vom langjährigen tierischen Wegbegleiter im Vordergrund steht. So wird dem Tierhalter anhand von Rückzugsräumen und auch dem wunderschön angelegten Rosengarten die Möglichkeit gegeben, sich in einer ruhigen und würdigen Atmosphäre von seinem Liebling zu verabschieden.

Stiftung gegründet

Im Anschluss an die Kremierung kann der Tierhalter die Überreste seines Tieres mit nach Hause nehmen, neben der klassischen Urne gibt es weitere Möglichkeiten. Aber es besteht auch die Möglichkeit, die Asche des Tieres im Rosengarten zu verstreuen. Der Rosengarten kann aber auch ohne einen Trauerfall besucht werden, wofür sich sicherlich die Sommerzeit als Hauptblütezeit anbietet. Dabei wird am Eingang um eine kleine Spende für die vor kurzem gegründete Rosengarten-Stiftung gebeten. Die Stiftung ist aus dem Wunsch entstanden, viele unbekannte, aber wertvolle Projekte aus dem Bereich der Mensch-Tier-Beziehungen zu fördern. Beispiele hierfür sind Behindertenbegleithunde, Besuchstiere für Alten- und Kinderheime oder auch Hunde für Rettungsstaffeln.

Apropos, Tiere: Auf die Frage nach den Tieren, die von dem familiengeführten Betrieb eingeäschert werden, wusste Mitarbeiter Lars Gärtner zu berichten, dass neben der Verbrennung von Hunden und Katzen auch Kaninchen, Ratten oder Mäuse immer mal wieder vorkommen. Das exotischste Tier war bislang eine Schlange, genauer gesagt, eine Boa constrictor.