Denkmalschutz macht Auflagen Lösung für K+K-Markt in Quakenbrück in Sicht

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Der Neubau des K+K-Marktes ist zwischen Josef-Vonier-Straße und St. Antoniort in Quakenbrück vorgesehen. Im Frühjahr wurde das Grundstück bereits geräumt. Foto: Christian GeersDer Neubau des K+K-Marktes ist zwischen Josef-Vonier-Straße und St. Antoniort in Quakenbrück vorgesehen. Im Frühjahr wurde das Grundstück bereits geräumt. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Länger als gedacht dauern die Planungen für die Ansiedlung des K+K-Marktes an der Josef-Vonier-Straße in Quakenbrück. Die Stadtverwaltung ist aber optimistisch, in Kürze ein für alle Beteiligten akzeptables Ergebnis präsentieren zu können.

Stadtdirektor Claus Peter Poppe sagte auf Anfrage unserer Redaktion, dass die vorbereitenden Planungen für den K+K-Markt auf dem 3700-Quadratmeter-Grundstück zwischen Josef-Vonier-Straße und St. Antoniort mehr Zeit in Anspruch genommen hätten als zunächst erwartet. Es seien unter anderem Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten gewesen. „Die Frage war, ob der vorliegende Entwurf für das Gebäude das vorhandene städtebauliche Ensemble aufnimmt oder auf die Fachwerkhäuser am St. Antoniort erdrückend wirkt“, erläuterte der Verwaltungschef. Es habe Bedenken der Denkmalschützer gegeben, „die wir in mehreren Anläufen zu entkräften versucht haben“, so Poppe. Er sei guten Mutes, „in Kürze eine Lösung präsentieren zu können, die allen Beteiligten gerecht wird“. Das sei ihm mit Blick auf den aktuellen Planentwurf „von allen Seiten“ signalisiert worden. Auch stellvertretender Stadtdirektor Frank Wuller, zugleich Fachbereichsleiter für Planen und Bauen, ist überzeugt, dass der neue Entwurf die kleinteilige Fassade und Optik an der Stelle aufnehme und die städtebaulichen Grundzüge einhalte.

Gravierender Eingriff in geltenden Bebauungsplan?

Geklärt werden muss nun noch, ob die Stadt Quakenbrück den Bebauungsplan „Loxter Hof“ für den geplanten K+K-Markt ändern muss oder ob eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann. Die Entscheidung darüber trifft die Bauverwaltung des Landkreises Osnabrück. Entscheidend ist die Frage, ob es sich bei der vorgelegten Planung um einen gravierenden Eingriff in die Bestimmungen des Bebauungsplans handelt oder nicht. Konkret geht es um die festgeschriebenen Baulinien. Der Architekt hatte bereits im Februar den Antrag gestellt, eine Ausnahme von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zu ermöglichen, weil die Einhaltung der Baugrenzen nicht sinnvoll sei.

Ziel: Nahversorger muss Innenstadt erhalten bleiben

Eine Befreiung schien im Februar zunächst möglich, Anfang März forderte der Landkreis Osnabrück jedoch eine Änderung des Bebauungsplanes. Eine Ausnahmegenehmigung sei nicht möglich, es würden „Grundzüge der Planung berührt“, eine Abweichung davon sei nicht vertretbar, argumentierte er. Einstimmig hatte der Stadtrat in seiner März-Sitzung daraufhin die Überarbeitung des Planes angeschoben. Zuvor hatten Ratsmitglieder die Pläne für die Brache in der Stadtmitte begrüßt und das Vorhaben gelobt, das mithelfe, einen Lebensmittelmarkt in der Quakenbrücker Innenstadt zu halten. „Unser Ziel ist es, einen Nahversorger an dieser Stelle anzusiedeln“, bekräftigten Claus Peter Poppe und Frank Wuller.

Das Unternehmen K+K mit Sitz in Gronau plant, den bisherigen Standort an der Langen Straße aufzugeben.


Das Bauvorhaben

Als Investor für den Neubau des K+K-Marktes tritt die Imwalle Grundstücksverwaltungs GmbH auf. Das Gebäude wird so ausgerichtet, dass die rückwärtige Front an die Straße St. Antoniort grenzt. Nach den bisher bekannten Plänen hat der Markt eine Größe von rund 1600 Quadratmetern. 58 Parkplätze sind vorgesehen, die Zufahrt erfolgt von der Josef-Vonier-Straße. Die soll im Einmündungsbereich zum St. Antoniort aufgeweitet werden, damit der Bau einer Linksabbiegerspur möglich wird. Diese ist wegen des erwarteten Verkehrsaufkommens – über diese Straße erreicht auch der ÖPNV den Neuen Marktplatz – erforderlich. Die Kosten für die Abbiegerspur gibt die Stadt Quakenbrück mit 40.000 Euro an. cg

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