Ökumenische Feier Ein gemeinsames Christusfest in Quakenbrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Artland Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Quakenbrück. Gemeinsam feiern die christlichen Gemeinden des Artlands auf dem Quakenbrücker Marktplatz das Christusfest. Im Anschluss an den Gottesdienst unter freiem Himmel gab es ein Mitmachbufett.

Vor der St.-Marien-Kirche auf dem Quakenbrücker Martkplatz stehen an diesem Pfingstmontag Klapptische und -stühle verteilt. Um kurz vor elf Uhr sind bereits die meisten der Sitzgelegenheiten besetzt. Bei nur wenigen Wolken und viel Sonne warten die Artländer Christen, dass um Punkt elf Uhr dieser besondere Gottesdienst beginnt.

Auf den Stufen vor der mächtigen Marien-Kirche begrüßen die Vertreter von acht christlichen Gemeinden des Artlands die Gemeinde. Bernhard Lintker, Pfarrer der katholischen Gemeinden im Artland, ist ebenso dort, wie auch die evangelischen Vertreter, namentlich Wolfgang Thon-Breuker, Friedrich Hülsmann (beide St. Sylvester), Christina Richter (St. Petrus), Angelika von Clausewitz (Dorotheengemeinde) und Werner Guhl-Kraft (St. Georg).

Taufe als gemeinsames Band

Sie heben hervor, dass die Taufe das gemeinsame Band der Konfessionen ist. „Es gibt eine Taufe, die uns verbindet“, sagt dann auch Pastor Guhl-Kraft. Um die Taufe und die dadurch entstandene Nähe zu Christus geht es heute. Auf einem Tisch stehen aufgereiht jeweils acht Taufkannen, Taufschalen und Taufbecken. Nach einer Segnung dieser Utensilien machen sich die Geistlichen auf durch die Stuhlreihen und zeichnen mit dem Wasser aus den Schalen, den Gemeindemitgliedern ein Kreuz in die Handinnenflächen. Katholiken bekommen das Zeichen von einem evangelischen Pastor und anders herum.

„Wer ist Christus für Dich?

Im Jahr des Reformationsjubiläums feiern Katholiken und Protestanten gemeinsam das Christusfest. So steht dieser Vormittag unter dem Thema „Wer ist Christus für dich?“. Im Vorfeld geführte Interviews mit den Menschen aus den Gemeinden, zu ebendieser Frage nach der Bedeutung von Jesus Christus, geben persönliche Antworten. Zu Wort kommen Firmenkatecheten, Konfirmationsschüler, der Vorstand der KFD Quakenbrücks und viele andere Gemeindemitglieder. Sie sagen, Jesus sei „ein Beschützer“, „ein Wegbereiter“, „ein Vorbild und Freund“ oder „die Basis für den Frieden in der Welt“. Ihre Stimmen schallen verstärkt durch Lautsprecher über den Marktplatz. Schon lange sitzen die Menschen nicht mehr nur auf den Stühlen, weitere haben sich versammelt und bilden stehend weitere Reihen, einige sitzen auf den Stufen zum Marktplatz oder auf den Bänken beim Europabrunnen. Für jeden der Zuhörer bedeute Jesus etwas anderes, vermutet Pfarrer Lintker. Und die individuellen Antworten verweisen zurück auf die Menschen, ergänzt Ina Eggemann, pastorale Mitarbeiterin in St. Marien.

Musikalisch begleiten die Open-Air-Feier die Familienschola St. Marien, der Philharmonische Chor und der Kirchenchor St. Joseph, Nortrup.

Nach dem Abschlusssegen laden die Veranstalter zu einem gemeinsamen Mittagessen ein. Aus mitgebrachten Tupperdosen zaubern fleißige Helfer Butterbrote, Obst, Antipasti oder Gebäck hervor und runden damit das Christusfest ab.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN