First Responder DLRG Quakenbrück sorgt im Ernstfall für schnelle Hilfe

Von Christian Geers

Das First-Responder-Team der DLRG Quakenbrück unterstützt den regulären Rettungsdienst. Foto: DLRGDas First-Responder-Team der DLRG Quakenbrück unterstützt den regulären Rettungsdienst. Foto: DLRG

cg/pm Quakenbrück. Seit April 2014 ist die DLRG-Ortsgruppe Quakenbrück am First-Responder-Programm beteiligt. Ausgebildete, aber ehrenamtlich tätige Helfer helfen mit, die schnelle Erstversorgung am Unfallort zu sichern. In den ersten drei Jahren zählten sie 80 Einsätze.

Wer DLRG hört, denkt zunächst an Wasserrettung und Schwimmausbildung. Doch die Quakenbrücker Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft kümmert sich seit drei Jahren ebenfalls ehrenamtlich darum, im Notfall die schnelle Hilfe aus der Nachbarschaft zu gewährleisten. Als sogenannte First Responder, als Sanitäter vor Ort, retten die ausgebildeten Kräfte Leben und leistet professionell Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst am Notfallort eintrifft.

Quakenbrücker Team „gut eingespielt“

„Seit drei Jahren sind unsere First Responder im Einsatz“, sagt Dennis Koch, im DLRG-Ortsgruppenvorstand zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Von April 2014 bis Ende 2016 seien die Ersthelfer insgesamt 80-mal alarmiert worden (2014: 21 Einsätze, 2015: 26 Einsätze, 2016: 33 Einsätze). Im laufenden Jahr seien es sieben Einsätze gewesen, berichtet er. Sein Fazit: Nach anfänglich kleinen Hindernissen sei ein „gut eingespieltes“ Quakenbrücker Team immer zur Stelle, wenn die Rettungsleitstelle Osnabrück es anfordere. Leider sei trotz schneller Eintreffzeiten jedoch hin und wieder jede Hilfe zu spät gekommen „und wir konnten nur noch Trost spenden“. Um so erfreulicher sei es dann, wenn man helfen könne. Nach den Worten Kochs konnten die First Responder bei zwei Einsätzen Verletzte erfolgreich reanimieren, die Betroffenen stünden heute ohne neurologische Defizite wieder mitten im Leben. Das sei der gut funktionierenden Rettungskette zu verdanken, beginnend mit Erster Hilfe durch Anwesende, dem schnellen Eintreffen der First Responder und der Arbeit des Krankenhauses, so das DLRG-Vorstandsmitglied.

First Responder arbeiten ehrenamtlich

Zufrieden ist Dennis Koch auch damit, dass die DLRG-Ortsgruppe seit Beginn eine „100-prozentige Einsatzabdeckung nachweisen kann“. Das sei nicht selbstverständlich, „aber unser Bestreben“, weil alle Helfer der First-Responder-Gruppe berufstätig seien und ausschließlich ehrenamtlich mitarbeiteten.

Koch weist darauf hin, dass das Projekt First Responder nur deshalb funktioniert, „weil es ehrenamtlich getragen und nur durch Spenden aufrecht erhalten wird“. Das werde auch in Zukunft so sein.

Neues Einsatzfahrzeug seit August 2016

Eine Herausforderung war es für die DLRG-Ortsgruppe, als das angeschaffte und für Responderzwecke umgebaut Fahrzeug nach eineinhalb Jahren wegen Motorschadens ausgemustert werden musste. Ein gutes halbes Jahr fuhren die Retter zunächst mit Privatwagen zu den Einsätzen. Das ist inzwischen Vergangenheit: Seit Anfang 2016 besitzt die DLRG einen VW Touran, der technisch und medizinisch als Responderfahrzeug ausgestattet ist.

Informationen im Internet: www.quakenbrueck.dlrg.de


First Responder

Rettungswagen (RTW) und Notarztwagen (NAW) stehen der Bevölkerung rund um die Uhr zur Verfügung. First Responder sind eine Ergänzung dazu. Die Rettungsleitstelle alarmiert die freiwilligen Ersthelfer wie das Team der DLRG-Ortsgruppe Quakenbrück immer dann, wenn der reguläre Rettungsdienst in Spitzenzeiten wegen weiterer Einsätze etwas länger zum Unfallort braucht. Ausgebildete Helfer werden bis zu dessen Eintreffen tätig, kümmern sich um Erstversorgung und lebenserhaltende Maßnahmen bei Verletzungen und Erkrankungen. First Responder sind kein Teil des gesetzlich organisierten Rettungsdienstes. cg

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