Zeugen beobachten Täter Polizei ermittelt nach Hinweisen Nortruper Farbsprayer

Nicht das erste Mal war die Wartehalle an der Farwickstraße in Nortrup das Ziel von Schmierfinken. Im November 2016 registrierte die Polizei erneut einen Fall von Vandalismus. Foto: Gemeinde NortrupNicht das erste Mal war die Wartehalle an der Farwickstraße in Nortrup das Ziel von Schmierfinken. Im November 2016 registrierte die Polizei erneut einen Fall von Vandalismus. Foto: Gemeinde Nortrup

Nortrup. In Nortrup steht ein Fall von Vandalismus vor der Aufklärung: Der Verursacher für die Farbschmierereien rund um den Farwickplatz im vergangenen November ist ermittelt. Mutmaßlicher Täter ist nach Polizeiangaben ein 18-Jähriger. Dank Zeugenaussagen waren ihm die Beamten auf die Spur gekommen.

In Nortrup steht ein Fall von Vandalismus vor der Aufklärung: Der Verursacher für die Farbschmierereien rund um den Farwickplatz im vergangenen November ist ermittelt. Als mutmaßlichen Täter ermittelte die Polizei einen 18-Jährigen. Dank Zeugenaussagen waren ihm die Beamten auf die Spur gekommen.

Nicht der erste Fall von Vandalismus

Rückblick: Die Empörung war groß, als die Einwohner am zweiten November-Wochenende das Ergebnis einer nächtlichen Farbattacke entdeckten. Ein Unbekannter hatte erneut die Glaswand der Wartehalle auf dem Parkplatz an der Farwickstraße mit Farbe besprüht und auf dem Streifzug auch vor Hauswänden, Gartenzäunen und Mauern nicht haltgemacht. Es war nicht das erste Mal, dass es im Ort durch solche Graffiti zu erheblichen Sachbeschädigungen gekommen war.

Gemeinde setzt 1000 Euro Belohnung aus

Entsetzt reagierten nicht nur die Hausbesitzer, auch Nortrups Bürgermeister Karl-Heinz Budke sah sich zum Handeln gezwungen: Er erstattete bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt, gleichzeitig lobte er eine Belohnung von 1000 Euro aus für Hinweise auf den Täter. Damit wollte die Gemeinde ein Zeichen setzen, dass es sich bei den Schmierereien um Straftaten handele und die Kommune nicht mehr bereit sei, tatenlos zuzusehen.

Zeugen machen konkrete Beobachtungen

Und siehe da: Es kam Bewegung in die Angelegenheit. Kurz nach der Veröffentlichung meldeten sich zwei Zeugen bei der Polizei. Die hatten in besagter Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht. „Ihre Aussagen enthielten Hinweise auf eine bestimmte Person, die sehr konkret waren“, teilt die Polizeistation Quakenbrück auf Anfrage unserer Redaktion mit. In der Folge beantragte die Staatsanwaltschaft Osnabrück einen Durchsuchungsbeschluss, Mitte Februar schließlich standen Polizeibeamte vor der Tür des mutmaßlichen Täters.

Polizei: Täter „einschlägig bekannt“

Der 18-Jährige lebt bei seinen Eltern, stammt aus einer Nachbarkommune und ist laut Polizei „auch wegen anderer Taten bereits einschlägig bekannt“. In der Wohnung mussten die Beamten nicht lange suchen, bis ihnen Hinweise auf die Farbschmierereien in Nortrup buchstäblich in die Hände fielen. Sie hätten zahlreiche Skizzen mit Schriftzügen und Buchstaben sichergestellt, „die darauf schließen lassen, dass er sich intensiv damit beschäftigt hat“, so die Polizei Quakenbrück.

Täter erwartet Strafverfahren

Deren Beamten sind naturgemäß froh, dass sie einen Fall von Vandalismus auch dank der Mithilfe aus der Bevölkerung aufklären konnten. In der Vergangenheit sei es hin und wieder schon gelungen, Täter zu ermitteln. Den 18-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren vor dem Richter, außerdem muss er die Kosten für die Beseitigung seiner „Kunst“ übernehmen. Die Polizei hofft, dass dieser Fall künftige Sprayer von ihrer Tat abschreckt: „Keiner kann sich sicher sein, dass solche Taten unbeobachtet bleiben.“

Bürgermeister: Das ist kein Kavaliersdelikt

Nortrups Bürgermeister Karl-Heinz Budke freut sich über den Erfolg. „Wer öffentliche oder private Gebäude beschmiert, begeht kein Kavaliersdelikt“, sagte er. Die Schmierereien am Wartehäuschen an der Farwickstraße sind inzwischen beseitigt. Das hat der Bauhof übernommen, „das kostet Steuergeld“. Budke kündigt an, dass die von der Kommune ausgesetzte Belohnung in Höhe von 1000 Euro auf die Zeugen aufgeteilt wird. „Jeder bekommt 500 Euro“, so der Bürgermeister. Ausgezahlt werde die Belohnung, sobald der Haushalt genehmigt sei.


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