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Ostern 2017 290 Osterfeuer werden 2017 im Altkreis Bersenbrück abgebrannt

Osterfeuer sind in den vier Samtgemeinden im Altkreis Bersenbrück Brauchtumsfeuer – und müssen seit einigen Jahren angezeigt werden. Symbolfoto: Stefanie PreuinOsterfeuer sind in den vier Samtgemeinden im Altkreis Bersenbrück Brauchtumsfeuer – und müssen seit einigen Jahren angezeigt werden. Symbolfoto: Stefanie Preuin

Altkreis Bersenbrück. Die Samtgemeinde Artland bleibt Spitzenreiter. 122 Osterfeuer werden in den vier Mitgliedsgemeinden an den Feiertagen entzündet. 39 Brauchtumsfeuer sind es dagegen in der Samtgemeinde Fürstenau.

Wenn zwischen Karsamstag und Ostermontag in den Städten und Gemeinden des Altkreises Bersenbrück wieder die Osterfeuer entzündet werden, muss es sich um sogenannte Brauchtumsfeuer handeln.

Zutritt für jedermann

Sie sind nach Auffassung der Kommunen dadurch gekennzeichnet, „dass eine in der Ortsgemeinschaft verankerte Gemeinschaft, ein Verein oder eine Gruppe das Feuer unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege ausrichtet“, heißt es im besten Amtsdeutsch. Weiteres Kennzeichen: Jedermann muss Zutritt zum Feuer haben. Private Feuer werden seit einigen Jahren nicht mehr genehmigt. So wird es in allen vier Samtgemeinden seit einigen Jahren einheitlich gehandhabt. Klar ist aber auch: Auf Osterfeuern dürfen ausschließlich Gehölz- und Strauchschnitt verbrannt werden. Holz, Sperrmüll und andere Abfälle haben darauf nichts zu suchen. Tabu sind natürlich auch Brandbeschleuniger wie Benzin oder Altöl.

Hier finden Sie alle Informationen über die Osterfeuer im Landkreis Osnabrück >>

Spitzenreiter ist die Samtgemeinde Artland

Insgesamt 290 Osterfeuer gibt es in den vier Samtgemeinden, das sind 24 weniger als 2016. Den Spitzenplatz belegt wieder die Samtgemeinde Artland, hier sind 122 Osterfeuer angezeigt worden. Das sind 16 weniger als 2016, wie die Verwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. Die meisten Feuer werden in Badbergen (44) entzündet, in Menslage sind es 43, 21 in der Stadt Quakenbrück und 14 in Nortrup. Im Artland geht die Zahl der Osterfeuer seit einigen Jahren zurück. 2013 hatte die Samtgemeinde verfügt, nur noch öffentliche Osterfeuer zu genehmigen. Zum Vergleich: 2011 kokelte es an 339 Orten im Artland, 2012 an insgesamt 259 Stellen.

61 Osterfeuer in der Samtgemeinde Bersenbrück

In der Samtgemeinde Bersenbrück bleibt die Zahl der gemeldeten Osterfeuer nahezu konstant. 2016 hatten 65 Vereine und Verbände eine Veranstaltung gemeldet, am Wochenende sind es 61. Die interne Rangliste führt die Gemeinde Gehrde wie schon 2016 mit 14 Osterfeuern an, gefolgt von der Stadt Bersenbrück (13), Ankum (11), Alfhausen (8), Rieste (7), Kettenkamp (5) und Eggermühlen (3). Die Mehrzahl der Feuer wird am Ostersonntag entfacht, nur vereinzelt schon am Karsamstag.

39 Brennorte in der Samtgemeinde Fürstenau

Die Samtgemeinde Fürstenau meldet im Vergleich zu 2016 als einzige Kommune eine Steigerung, auch wenn es nur ein Brauchtumsfeuer ist. 16 Feuer – so viele wie Ostern 2016 – umfasst die Auflistung für die Stadt Fürstenau, 13 in Berge und zehn in Bippen. Entzündet werden sie am Karsamstag und Ostersonntag.

68 Osterfeuer in Merzen, Neuenkirchen und Voltlage

Einen Rückgang bei den Osterfeuern meldet auch die Samtgemeinde Neuenkirchen. 68 sind es, fünf weniger als 2016. Lodernde Flammen und knisternde Glut erwarten die Besucher an 21 Orten in Merzen, während es 33 Brennorte in Neuenkirchen gibt. 14 Vereine und Verbände laden in Voltlage zu einem geselligen Beisammensein an Ostern ein. Abgebrannt werden dürfen die Osterfeuer an Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag.


Sicherheitshinweise für Osterfeuer

Die Richtlinien für öffentliche Feuer sind in den meisten Orten ähnlich: Osterfeuer müssen innerhalb weniger Stunden vollständig abgebrannt sein. Sperrmüll, behandeltes Holz, oder sonstige Abfälle dürfen nicht verbrannt werden. Das Material darf erst an dem Tag, an dem das Feuer angezündet werden soll, auf die Feuerstelle gelegt werden. Damit soll weitgehend verhindert werden, dass Tiere Unterschlupf finden. Zu Bäumen und Hecken und Gebäuden mit einer harten Bedachung muss ein Sicherheitsabstand von 50 Metern eingehalten werden. Gebäude mit weicher Bedachung sowie öffentliche Verkehrsflächen müssen 100 Meter vom Feuer entfernt sein. Brennt das Feuer dann, ist es ständig unter Aufsicht zu halten.

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