Einnehmendes Timbre Shane O`Fearghail singt im Karbarosa in Menslage

Von Birgit Eckhoff

Shane O’Fearghail singt sich im Karbarosa in die Herzen seiner Zuhörer. Foto: Birgit EckhoffShane O’Fearghail singt sich im Karbarosa in die Herzen seiner Zuhörer. Foto: Birgit Eckhoff

Menslage. Der Ire Shane O`Fearghail im Karbarosa. Wahrlich nicht geir(r)t hatten sich die etwa siebzig Gäste am vergangenen Freitag im Wirtshaus Karbarosa in Menslage, denn Singer/Songwriter Shane O`Fearghail hatte sich angekündigt.

Pünktlich um 20 Uhr betrat der zierliche Ire - Shane O`Fearghail - die kleine Bühne im Karbarosa. Seine Kleidung eher Dunkel - dagegen seine Ausstrahlung erhellend. Er trägt einen Muschelanhänger und einen Kompass am Hals. Gut so, denn bei seinen vielen Auftritten quer durch Europa und die USA kann der Musiker schon mal mit seinem Standort durcheinandergeraten. Er begrüßt seine Zuhörer mit den Worten „Ich spreche leider nur Kinder-Deutsch“. Sympathische Leichtigkeit, die einen schönen Abend verspricht.

Vielfältiges Repertoire

Der Ire Shane O`Fearghail ist Mitte Vierzig, stammt gebürtig aus Dublin und hat seinen Lebensmittelpunkt im neunzehnten Bezirk in Wien gefunden. Der Wahl-Österreicher lebt und liebt Musik seit mehr als zwanzig Jahren. Zu seinem vielfältigen Repertoire zählen Coversongs und selbst geschriebene und komponierte Stücke wie „All your Featchers“ und „The last Trees“ vertont auf seiner neusten CD „They Might See Dolphins“.

Ordentliche Portion Verspieltheit

Was den Abend im Wirtshaus Karbarosa für die Zuhörer zu einem ganz besonderen Erlebnis machte, war nicht nur das vielfältige Programm des Sängers. Er entpuppte sich als Instrumenten-Virtuose an verschiedensten Klagkörpern wie Gitarre, Banjo und Mundharmonika. O` Fearghails Songs bestachen durch sein einnehmendes Timbre, eine ordentliche Portion Verspieltheit und die Art und Weise, wie er gerade Lieder wie „Elastic“ oder „Faerie Tree“ besonders stimmte und dafür sorgte, dass der Funke übersprang. Bei einigen Stücken erhielt der Ire Unterstützung von Musikerfreund Marcus Bruns alias „Bruni“ dem Frontmann der Band „Wippsteert“ aus Alfhausen.

So klein ist die Welt...

Auch Barbara Moormann (42) aus Fürstenau ist begeistert. Sie erzählt: „Wir haben heute Mädels-Abend. Eigentlich sind wir elf Frauen die sich regelmäßig alle vier Wochen treffen. Heute sind wir zu sechst, um der Musik von Shane O`Fearghail zu lauschen.“ Am Ende kommt heraus, dass alle Frauen mit Nicole Klostermann befreundet sind. Nicole Klostermann dürfte den Lesern aus der Rubrik „E-Mail aus China“ bekannt sein. Heute lebt die gebürtige Hollenstederin jedoch in Argentinien – genauer in Buenos Aires. Via Whats App gehen mehrere Sprachnachrichten durch das World Wide Web und zeigt zwischenzeitlich wie klein die Welt doch ist. Quasi Kolleginnen lernen sich so auf 11.600 Kilometer Distanz kennen. Die Welt ist eben doch ein Dorf.

Rundum gelungener „Wohlfühl-Abend“

Shane O`Fearghail mit seiner Musik, das Wirtshaus-Team mit Speis und Trank und die Harmonie unter den zahlreichen Gästen sorgten für einen rundum gelungenen „Wohlfühl-Abend“, jedoch nicht ohne mehrere Zugaben, die am Ende von den begeisterten Zuhörer einfordert wurden.


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