Pflanzenspezialist auf Gartenschau Aschendorfer Gärtner würde auch gerne im Artland leben

Von Alexandra Lüders

Bernhard Ambraß präsentiert bei der Quakenbrücker Gartenschau auch 15 verschiedenfarbige Ranunkeln neben seltenen alpinen Pflanzen und anderen Raritäten. Foto: Alexandra LüdersBernhard Ambraß präsentiert bei der Quakenbrücker Gartenschau auch 15 verschiedenfarbige Ranunkeln neben seltenen alpinen Pflanzen und anderen Raritäten. Foto: Alexandra Lüders

Quakenbrück. Seit 22 Jahren beschickt der Gärtner Bernhard Ambraß den Quakenbrücker Wochenmarkt. Sein Stand liegt direkt vor dem klassizistischen Rathaus, eine ideale Kulisse für alle seine Pflanzenraritäten. Schon zum dritten Mal wird der 44-jährige Pflanzenspezialist aus Aschendorf auch bei der Gartenschau „Quakenbrück natürlich“ am Samstag, 1. April 2017, und Sonntag, 2. April 2017, vertreten sein.

Für diese Schau hat er eine spezielle Präsentationsform auf dem Marktplatz vor der Filiale der Kreissparkasse selbst gebaut, mit der er seine Kunden und die Gastgeber überraschen möchte. „Blume ist nicht gleich Blume“, weiß Bernhard Ambraß aus jahrzehntelanger Erfahrung. Schon als Achtjähriger hat er seinen Vater auf die Märkte der Region begleitet und wusste schon als Kind, „die Spreu vom Weizen“ zu trennen. Als er später ein Praktikum beim renommiertesten Staudenbetrieb Europas Ernst Pagels absolvierte, hat ihn die Leidenschaft für Blumen und Pflanzen erst Recht gepackt. Denn hier lernte er, die fachgerechte Aufzucht und Pflege von einer Vielfalt an Blumen und winterharten Raritäten. Ebenso fasziniert haben ihn die vielen Neuzüchtungen seines Lehrherrn.

An allen Wochentagen unterwegs

Heute ist er sieben Tage pro Woche unterwegs, um Märkte zu besuchen, Kunden zu beraten und mit außergewöhnlichen, alpinen Pflanzen wie dem echten Schusternagelenzian oder dem stengellosen Enzian zu beglücken. Auch 200 Kräutersorten gehören zu seinem stattlichen Sortiment, die er neben Raritäten, saisonalen Blumen wie Ranunkeln und Rosen sowie Tomaten, Gurken, Fruchtpflanzen und Obststräuchern präsentieren wird. Besonders gefragt sind der Zitronenstrauch und das Olivenkraut bei seinen Quakenbrücker Kunden, die selbst über großes Fachwissen verfügen. Sie schätzen die intensiven Farben und die Stabilität der Pflanzen von Bernhard Ambraß, weil sie im Kalthaus langsam gewachsene Ware sind und nicht im warmen Gewächshaus hochgepowert wurden.

Vorfreude auf Gartenschau spürbar

„Quakenbrück ist mein liebster Markt, denn hier treffe ich sehr treue und freundliche Stammkunden. An meinem Stand kann ich meine Ware in der Tiefe aufbauen und übersichtlich anbieten. Manche kommen auch nur, um ihrem ‚Gartenfreak‘ „Moin“ zu sagen. Am liebsten würde ich sogar im Artland leben“, schätzt Ambraß den Umgang mit seinen Kunden. Am Abend vor der Gartenschau werden er und die anderen Aussteller mit dem Aufbau ihrer Schaustände beginnen. Seine Vorfreude ist spürbar.


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