Wiederholung der Briefwahl Sorgt Briefwahl für Stühlerücken in Quakenbrück?

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Das Rathaus in Quakenbrück: Im Sitzungssaal tagen sowohl der Stadtrat als auch der Rat der Samtgemeinde Artland. Foto: Christian GeersDas Rathaus in Quakenbrück: Im Sitzungssaal tagen sowohl der Stadtrat als auch der Rat der Samtgemeinde Artland. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Am Sonntag, 5. März, wird die Briefwahl in der Stadt Quakenbrück wiederholt. Die spannende Frage, die die Diskussionen derzeit beherrscht: Kommt es zum großen Stühlerücken im Rathaus? Gegen 20.30 Uhr am Sonntagabend dürfte es eine Antwort geben.

Seit gut fünf Wochen befindet sich die Stadt Quakenbrück wieder im Wahlkampf. Die fünf im Rathaus vertretenen Parteien haben ganz unterschiedlich für die Wiederholung der Briefwahl geworben: Plakate, Flyer, Infostände – mit mehr oder weniger großem Aufwand versuchten sie, 2047 Wahlberechtigte zu bewegen, ein zweites Mal ihre Kreuzchen für die Wahl des Stadtrates und des Samtgemeinderates zu machen.

1483 Wahlberechtigte stimmten bis Freitagmittag ab

Bis Freitagmittag waren die roten Wahlumschläge mit den Stimmzetteln und der Versicherung an Eides statt von 1483 Wahlberechtigten im Wahllokal eingegangen, das entspricht einer Beteiligung von 72,45 Prozent. Die Zahl könnte sich noch erhöhen, weil Wähler bis Sonntagabend abstimmen können. Um Punkt 18 Uhr müssen die Umschläge allerdings in einem der Briefkästen der Stadtverwaltung eingesteckt worden sein.

32 Wahlhelfer am Sonntag im Einsatz

Bereits am Sonntag um 16 Uhr treten die vier Briefwahlvorstände in der Oberschule Artland in den Räumen an der Von-Steuben-Allee zusammen. „Bis 18 Uhr haben sie vorbereitende Arbeiten zu erledigen, die eigentliche Auszählung beginnt um 16 Uhr“, teilte die Samtgemeinde auf Anfrage unserer Redaktion mit. Die verschlossenen und versiegelten Urnen für die Briefwahl werden bis zur Auszählung im Rathaus verwahrt und den Briefwahlvorständen rechtzeitig übergeben. Jeder Wahlvorstand ist mit acht Mitgliedern besetzt, die bereits im September 2016 diese Aufgabe übernahmen. Sie öffnen die Umschläge, prüfen die Gültigkeit der Stimmzettel, addieren die Stimmen und leiten das Ergebnis an das Wahlbüro weiter. Neben den 32 Wahlhelfern sind im Rathaus weitere fünf Mitarbeiter im Einsatz. Im Sitzungssaal werden die Ergebnisse der Briefwahl in die Ergebnisse für Stadt- und Samtgemeinderat eingerechnet, die die Urnenwahl am 11. September ergeben hatte. Und am Ende wird sich dann zeigen, inwieweit sich die bisherige Mandatsverteilung in den beiden Räten verändern wird oder nicht.

Linke war im September 2016 drittstärkste Kraft

An jenem Sonntagabend im September hatte das Wahlergebnis der Linken für Verblüffung gesorgt. Damals war die Partei Die Linke in beiden Räten als drittstärkste Kraft hervorgegangen und hat ihr Ergebnis aus dem Jahr 2011 mehr als verdoppelt. Stärkste Fraktion war in beiden Kommunalparlamenten die CDU, gefolgt von der SPD. Auf ihrer Internetseite hat die Samtgemeinde Artland ( www.artland.de/wahlen ) inzwischen alle Vorbereitungen getroffen, um die Ergebnisse der vier Briefwahllokale einrechnen zu können. Dort ist seit Freitagmorgen nur noch das Ergebnis der Urnenwahl vom 11. September abzurufen.

Weiterlesen: Das Wahlmärchen von Quakenbrück


Stadtrat Quakenbrück (31 Sitze)

CDU: 10 Sitze

SPD: 9 Sitze

Linke: 7 Sitze

Bündnis 90/Die Grünen: 3 Sitze

FDP: 2 Sitze

Rat der Samtgemeinde Artland (35 Sitze) *)

CDU: 12 Sitze

SPD: 11 Sitze

Linke: 4 Sitze

Bündnis 90/Die Grünen: 3 Sitze

FDP: 2 Sitze

UWG Badbergen: 2 Sitze

*)Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe (SPD), gewählt bis 2021

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