Büro im Dietrich-Bonhoeffer-Haus Quakenbrücker Diakonin mit Herz und Kreativität

Von Alexandra Lüders


Quakenbrück. „Was macht eigentlich eine Diakonin?“ Mit dieser Frage wird Petra Schimnick seit 25 Jahren häufiger konfrontiert. Viele verwechseln ihren „Job“ mit einer Diakonisse oder einer Pastorin, weil diese verwandte theologische Werdegänge sind.

Doch das Berufsbild einer Diakonin, erläutert Petra Schimnick, beinhaltet eine ganz eigene Ausbildung und spezielle Aufgaben. Die 49-Jährige, die in wenigen Tagen ihren 50. Geburtstag feiert, hat in Hannover Religionspädagogik studiert, um sich auf Kinder- und Jugendarbeit zu spezialisieren. Diese praktiziert sie mit wachsender Begeisterung im Kirchenkreis Bramsche. Mehrere Jahre agierte sie schwerpunktmäßig in der St.-Sylvester-Gemeinde Quakenbrück und in der St.-Georg-Gemeinde Badbergen . Letztere ist Schimnicks Heimatkirche, in der die gebürtige Talgerin auch konfirmiert wurde.

Auch für den Kirchenkreis unterwegs

Seit 1. Januar 2017 ist die Diakonin jedoch viel unterwegs, weil sie mit einer dreiviertel Stelle für den Kirchenkreis im Einsatz ist. „Die Arbeit einer Diakonin ist total vielseitig, denn wir haben von allem ein bisschen studiert. Ich liebe meine Arbeit, vor allem wenn die Kinder und Jugendlichen entdecken, was sie können. Ich zeige ihnen auch viele Möglichkeiten, wie sie in ihrer Persönlichkeit wachsen können. Das kommt besonders gut bei Freizeiten zum Tragen.“ Für den kommenden Sommer plant sie eine Ferienfreizeit für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren in Spanien, bei der die Teilnehmer ihr eigenes Programm gestalten werden. „Ich bin selbst sehr gern kreativ mit den Händen und erschließe mir kreative Zugänge zur Kinder- und Jugendarbeit“, verweist Schimnick auf zahlreiche Kunst- und Bastelideen.

Juleica-Kurse für Ehrenamtliche

Seit zwei Wochen hat sie sich ein neues Büro im Dietrich-Bonhoeffer-Haus der Quakenbrücker St.-Petrus-Gemeinde eingerichtet. Damit schuf sie ein gemütliches Ambiente für sich und ihre Schützlinge, in dem sich auch die erste prominente Besucherin, Landessuperintendentin Birgit Klostermeyer, wohlfühlte. Auch die regelmäßigen Kindergottesdienste und Freizeiten in Badbergen wollen vorbereitet und veranstaltet werden. Überall wird Schimnick von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen unterstützt. Deshalb liegen ihr die Juleica-Kurse ganz besonders am Herzen, weil dabei Jugendleiter in Erster Hilfe, Rechtskunde, Gruppenpädagogik und religiösen Themen ausgebildet werden. Hier werden sie fit gemacht für die Arbeit in den Kirchengemeinden.

Sich auch mal zum Affen machen

„Einen wichtigen Schwerpunkt bilden die Spieleanleitung und die Gestaltung von Andachten. Die Jugendlichen machen echt tolle Andachten. Mitarbeiter sein heißt auch, sich bei Spielen zum Affen zu machen und mit Freude für Andere einzusetzen“, schwärmt die Diakonin von ihren engagierten Jugendlichen. Sie spielt gern Blockflöte und Doppelkopf, macht und empfängt gern Besuche und lernt Französisch an der Volkshochschule. Neben ihrem Gefühl für Formen und Farben würde sie gern wieder mehr tanzen und schwimmen. „Früher habe ich bei Fritz Bentlage im Arländer Trachtenbund und sieben Jahre Standard getanzt. Das sind schöne Erinnerungen“, verrät Schimnick. Wer sie im Umgang mit anderen Menschen erlebt, spürt ihre Herzenswärme und Lebensfreude. „Mir ist es vor allem wichtig, meinen Glauben an die Jugendlichen weiterzugeben. Du bist von Gott geliebt mit allem was Du bist, ganz ohne Zensur. Er nimmt jeden mit seinen Stärken und Schwächen an“, lautet Schimnicks Botschaft an die jungen Gläubigen der Konfirmanden- Kurse und Kinderfreizeiten.

Fahrt zum Evangelischen Kirchentag

Zurzeit freut sich die Diakonin wieder auf den Evangelischen Kirchentag vom 24. bis 28. Mai zum Thema „Du siehst mich“. Sie organisiert die Reise nach Berlin-Wittenberg im Auftrag des Kirchenkreises Bramsche.


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